Irrtümer
Nicht alles, was „man weiß“, ist wahr
Viele populäre Irrtümer werden ungeprüft von Generation zu Generation weitergegeben. Hier ein paar »klassische« Beispiele …
Man nutzt den Effekt normalerweise in der Werbung: Je öfter eine Behauptung wiederholt wird, desto selbstverständlicher wird sie (unbewußt) als „wahr“ betrachtet. Was man oft hört, das glaubt man – vielfach jedoch nicht zu Recht. Es gibt Dutzende populäre Irrtümer, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – und doch halten sie keiner kritischen Prüfung stand.
So hat wohl schon jeder einmal die Aussage gehört, daß der Mensch nur einen Bruchteil seiner Gehirnkapazität – manchmal ist von nur 10 oder 20 Prozent die Rede – nutze. Der Rest liege brach und könne durch gezieltes Training entwickelt werden.
Wer das Werk „Im Lichte der Wahrheit“ von Abd-ru-shin kennt, wird bei dieser Aussage vielleicht schon stutzig geworden sein. Denn hier ist wiederholt von einer Überentwicklung des Großhirns infolge einseitiger intellektueller Betätigung die Rede – wie sollte das zu der Aussage passen, wir würden die Möglichkeiten unseres Gehirns gar nicht ausnutzen?
Die Antwort: Es paßt nicht, weil die Annahme, ein Teil unseres Gehirns würde „brachliegen“, schlicht und einfach nicht stimmt. Längst haben bildgebende Verfahren, die einen Blick unter die Schädeldecke erlauben, bewiesen, daß es keinerlei inaktive Bereiche im Gehirn gibt.
Woher das alte Gerücht stammt, das manchmal (ohne daß es dafür einen Beleg gibt) Albert Einstein zugeschrieben wird, läßt sich nicht mehr ergründen. Vermutlich handelte es sich immer schon um eine plakative Werbebotschaft, die suggerieren sollte, daß entsprechende Substanzen, Übungen oder Trainings es dem Menschen erlauben, „über sich hinauszuwachsen“. Und wer wollte das nicht gern glauben?
Wissenschaftlich unhaltbar sind auch zahlreiche andere Überlieferungen. So zum Beispiel die folgenden:
• Spinat enthält besonders viel Eisen: Mit diesem Argument wurden schon viele Kinder geplagt, die keinen Spinat mochten. Zu Unrecht: Gekochter Spinat enthält etwa 2,2 mg Eisen pro 100 Gramm – deutlich weniger als andere Nahrungsmittel (wie zum Beispiel Schokolade). Übrigens ist dieser Irrtum schon seit Jahrzehnten bekannt – er wird dem Irrtum eines Wissenschaftlers zugeschrieben, der in der Aufzeichnung seiner Meßergebnisse ein Komma falsch gesetzt haben soll. Doch vermutlich ist dies ebenso ein populärer Irrtum – eine solche Arbeit mit einem falschen Komma ist nicht bekannt.
• Vitamin C Schützt vor Erkältung: Eine von Brausetabletten-Herstellern gern genutzte Annahme. Eine wissenschaftliche Arbeit, die diese Behauptung stützt, gibt es aber nicht. Wichti ist jedoch, daß man nicht an Vitamin-C-Mangel leidet (was heute aber sehr selten vorkommt)
• Haare schneiden hilft gegen Haarausfall: Vermutlich ist das ein falscher Rückschluß aus Erfahrungen mit dem Rasenmähen. Hier kompensieren manche Pflanzen das Abschneiden tatsächlich mit stärkerem Wachstum, das Haarwachstum wird durch häufiges Schneiden indes nicht gefördert.
• In unserem Plastik-Zeitalter setzte sich, wohl ebenfalls unterstützt durch entsprechende Werbebotschaften, die irrige Auffassung durch, daß Plastik besonders hygienisch sei. So tauschte man in öffentlichen Räumen Türklinken aus Metall gegen solche aus Plastik aus, und in der Gastronomie ersetzte man Schneidebretter aus Holz gegen „hygienischere“ aus Plastik. Doch der Gedanke, daß sich Bakterien mit dem „toten Plastik“ nicht so gut vertragen, ist unhaltbar. Im Gegenteil: Gewisse Holzarten (zum Beispiel Kiefernholz) haben sogar antibakterielle Eigenschaften, während davon bei Plastik keine Rede sein kann.
Man nutzt den Effekt normalerweise in der Werbung: Je öfter eine Behauptung wiederholt wird, desto selbstverständlicher wird sie (unbewußt) als „wahr“ betrachtet. Was man oft hört, das glaubt man – vielfach jedoch nicht zu Recht. Es gibt Dutzende populäre Irrtümer, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – und doch halten sie keiner kritischen Prüfung stand.
So hat wohl schon jeder einmal die Aussage gehört, daß der Mensch nur einen Bruchteil seiner Gehirnkapazität – manchmal ist von nur 10 oder 20 Prozent die Rede – nutze. Der Rest liege brach und könne durch gezieltes Training entwickelt werden.
Wer das Werk „Im Lichte der Wahrheit“ von Abd-ru-shin kennt, wird bei dieser Aussage vielleicht schon stutzig geworden sein. Denn hier ist wiederholt von einer Überentwicklung des Großhirns infolge einseitiger intellektueller Betätigung die Rede – wie sollte das zu der Aussage passen, wir würden die Möglichkeiten unseres Gehirns gar nicht ausnutzen?
Die Antwort: Es paßt nicht, weil die Annahme, ein Teil unseres Gehirns würde „brachliegen“, schlicht und einfach nicht stimmt. Längst haben bildgebende Verfahren, die einen Blick unter die Schädeldecke erlauben, bewiesen, daß es keinerlei inaktive Bereiche im Gehirn gibt.
Woher das alte Gerücht stammt, das manchmal (ohne daß es dafür einen Beleg gibt) Albert Einstein zugeschrieben wird, läßt sich nicht mehr ergründen. Vermutlich handelte es sich immer schon um eine plakative Werbebotschaft, die suggerieren sollte, daß entsprechende Substanzen, Übungen oder Trainings es dem Menschen erlauben, „über sich hinauszuwachsen“. Und wer wollte das nicht gern glauben?
Wissenschaftlich unhaltbar sind auch zahlreiche andere Überlieferungen. So zum Beispiel die folgenden:
• Spinat enthält besonders viel Eisen: Mit diesem Argument wurden schon viele Kinder geplagt, die keinen Spinat mochten. Zu Unrecht: Gekochter Spinat enthält etwa 2,2 mg Eisen pro 100 Gramm – deutlich weniger als andere Nahrungsmittel (wie zum Beispiel Schokolade). Übrigens ist dieser Irrtum schon seit Jahrzehnten bekannt – er wird dem Irrtum eines Wissenschaftlers zugeschrieben, der in der Aufzeichnung seiner Meßergebnisse ein Komma falsch gesetzt haben soll. Doch vermutlich ist dies ebenso ein populärer Irrtum – eine solche Arbeit mit einem falschen Komma ist nicht bekannt.
• Vitamin C Schützt vor Erkältung: Eine von Brausetabletten-Herstellern gern genutzte Annahme. Eine wissenschaftliche Arbeit, die diese Behauptung stützt, gibt es aber nicht. Wichti ist jedoch, daß man nicht an Vitamin-C-Mangel leidet (was heute aber sehr selten vorkommt)
• Haare schneiden hilft gegen Haarausfall: Vermutlich ist das ein falscher Rückschluß aus Erfahrungen mit dem Rasenmähen. Hier kompensieren manche Pflanzen das Abschneiden tatsächlich mit stärkerem Wachstum, das Haarwachstum wird durch häufiges Schneiden indes nicht gefördert.
• In unserem Plastik-Zeitalter setzte sich, wohl ebenfalls unterstützt durch entsprechende Werbebotschaften, die irrige Auffassung durch, daß Plastik besonders hygienisch sei. So tauschte man in öffentlichen Räumen Türklinken aus Metall gegen solche aus Plastik aus, und in der Gastronomie ersetzte man Schneidebretter aus Holz gegen „hygienischere“ aus Plastik. Doch der Gedanke, daß sich Bakterien mit dem „toten Plastik“ nicht so gut vertragen, ist unhaltbar. Im Gegenteil: Gewisse Holzarten (zum Beispiel Kiefernholz) haben sogar antibakterielle Eigenschaften, während davon bei Plastik keine Rede sein kann.
Autor: Werner Huemer
