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Startseite›Themenbereiche›Weltbild›„Jeder von uns spielt eine entscheidende Rolle für unseren Planeten“
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Jane Goodall

„Jeder von uns spielt eine entscheidende Rolle für unseren Planeten“

Der Paläontologe Louis Leakey konnte zu Beginn der 1960er-Jahre drei sehr bekannt gewordene Frauen zu Langzeitstudien über Menschenaffen motivieren: Die in Ruanda tragisch ums Leben gekommene Dian Fossey (1988 unter dem Titel „Gorillas im Nebel“ verfilmt), Biruté Galdikas, die sich mit Orang-Utans beschäftigte und Jane Goodall, die sich den Schimpansen zuwandte. Goodalls Gedanken beeindrucken immer noch.

Die heute 73-jährige Jane Goodall, die 30 Jahre im Gombe Stream National Park zubrachte, revolutionierte die Forschung über Primaten. Ihre Entdeckungen bildeten den Grundstock für alle weiteren Forschungen über Primaten. Sie entdeckte als erste, daß Schimpansen Fleisch fressen, Werkzeuge herstellen und benutzen, eine differenzierte Sprache haben und sogar Kriege führen. Althergebrachte wissenschaftliche Theorien, wonach Charakteristika wie Vernunft und Gefühle angeblich nur dem Menschen vorbehalten sind, stellte Goodall auf den Kopf. „Wenn ich auf die Jahre zurückblicke“, sagt sie heute, „ist es für mich immer wieder interessant zu sehen, wie sich die Leute aufregen, wenn Schimpansen oder andere Tiere die Einzigartigkeit menschlicher Eigenschaften in Frage stellen: Vernunft, Werkzeuge, Gefühle, die Fähigkeit zu generalisieren und abstrahieren.“

Doch es soll hier nicht um die Frage gehen, ob der Mensch vom Affen abstammt – bei aller nachgewiesenen körperlichen Nähe geht es doch immer wieder darum, ob ein menschlicher Geist oder eine Tierseele inkarniert wird -, sondern um die Anschauungen Goodalls zum Leben auf dieser Erde. So sagt die Forscherin, die ihre Arbeit in Afrika zugunsten von Vortragsreisen rund um den Globus aufgegeben hat, das Folgende:

„Ich bin überzeugt, daß die Erforschung der Schimpansen uns nicht nur eine Menge über ihre Stellung in der Natur gelehrt hat, sondern auch über unsere eigene. Sie hat uns ein bißchen bescheidener gemacht. Uns Menschen ist dadurch klar geworden, daß wir nicht die einzigen denkenden Wesen auf dem Planeten sind. Und daß wir nicht die einzigen Lebewesen sind, die zu Uneigennützigkeit und Selbstaufopferung fähig sind. Schimpansen unterscheiden sich von uns in der Struktur der Erbsubstanz DNS nur um 1,6 Prozent. Schimpansen können urteilen und Probleme lösen. Sie denken in der Zukunft und machen Pläne. Und das vielleicht Wichtigste: Sie sind uns ähnlich in ihren Gefühlen.(…)

Als ich die Notlage der Schimpansen erkannte, in der Freiheit ebenso wie in Gefangenschaft, wußte ich, daß ich mein Waldparadies verlassen und um die Welt reisen mußte, um den Menschen davon zu berichten und sie auch über die Notlage unseres geschundenen Planeten aufzuklären. Ich begann Wege aufzuzeigen, wie wir Menschen uns ändern müssen, um in größerer Harmonie mit allem Leben auch in Zukunft existieren zu können. Jeder von uns – das wurde mir mehr und mehr bewußt – spielt eine entscheidende Rolle für unseren Planeten.

Ich bin zutiefst überzeugt, daß es unendlich wichtig ist, vor allem Kindern beizubringen, allem Leben gegenüber respektvoll zu sein. Ich glaube, die wichtigste Botschaft an die Menschheit ist, daß jedes einzelne Individuum zählt, auch jedes nicht-menschliche. Jeder von uns hat in diesem Leben eine wichtige Rolle. Und jeder einzelne kann Änderungen bewirken. Daran glaube ich."


Ich meine, daß Jane Goodall hier – jenseits ihres Spezialgebiets – etwas für das Menschsein sehr Wichtiges ausgesagt hat, das jedoch noch viel zu wenig beachtet wird: „ Jeder von uns hat in diesem Leben eine wichtige Rolle. Und jeder einzelne kann Änderungen bewirken.“

Nun ist es keinesfalls für viele Menschen der richtige Weg, speziell in Afrika zu sich selbst zu finden und Änderungen zu bewirken! Jeder muß – wie Jane Goodall – seinen eigenen Weg suchen und gehen, und der beginnt normalerweise – wie bei der Forscherin, die durch ihre Mutter größte Unterstützung erfahren hat – im Umkreis der Familie und kann, aber muß nicht weit darüber hinausführen. Jane Goodall berichtet im Rückblick: „Meine Mutter sagte immer wieder zu mir: „Jane, wenn du etwas wirklich willst und hart arbeitest, wenn du alle Gelegenheiten nutzt und nie aufgibst, dann wirst du einen Weg finden.“

In diesem Zusammenhang wird jedoch immer wieder vergessen, daß alles noch kleiner anfängt und zwar bei den Gedanken. Abd-ru-shin sagt dazu:

„Zuckt ein Gedanke in Dir auf, so halte ihn zurück, sprich ihn nicht sofort aus, doch nähre ihn; denn er verdichtet durch Zurückhaltung im Schweigen und gewinnt an Kraft wie Dampf im Gegendruck.“

Der Gedanke gewinnt durch gleichartige Gedanken, die selbsttätig angezogen werden, nach und nach an Stärke:

„Er tritt zuletzt in festgeschlossenen Kraftwellen über Dich hinaus, durchbricht die Aura Deiner eigenen Person und übt auf weitere Umgebung einen Einfluß aus.“

Wer sich diese Möglichkeiten bewußt macht, wird – wie Jane Goodall – eine Aufgabe suchen, die nicht nur auf die Wünsche des Ichs beschränkt ist, sondern anderen Menschen und Dingen – oder Lebewesen – gewidmet ist.

 


Die heute 73-jährige Jane Goodall, die 30 Jahre im Gombe Stream National Park zubrachte, revolutionierte die Forschung über Primaten. Ihre Entdeckungen bildeten den Grundstock für alle weiteren Forschungen über Primaten. Sie entdeckte als erste, daß Schimpansen Fleisch fressen, Werkzeuge herstellen und benutzen, eine differenzierte Sprache haben und sogar Kriege führen. Althergebrachte wissenschaftliche Theorien, wonach Charakteristika wie Vernunft und Gefühle angeblich nur dem Menschen vorbehalten sind, stellte Goodall auf den Kopf. „Wenn ich auf die Jahre zurückblicke“, sagt sie heute, „ist es für mich immer wieder interessant zu sehen, wie sich die Leute aufregen, wenn Schimpansen oder andere Tiere die Einzigartigkeit menschlicher Eigenschaften in Frage stellen: Vernunft, Werkzeuge, Gefühle, die Fähigkeit zu generalisieren und abstrahieren.“

Doch es soll hier nicht um die Frage gehen, ob der Mensch vom Affen abstammt – bei aller nachgewiesenen körperlichen Nähe geht es doch immer wieder darum, ob ein menschlicher Geist oder eine Tierseele inkarniert wird -, sondern um die Anschauungen Goodalls zum Leben auf dieser Erde. So sagt die Forscherin, die ihre Arbeit in Afrika zugunsten von Vortragsreisen rund um den Globus aufgegeben hat, das Folgende:

„Ich bin überzeugt, daß die Erforschung der Schimpansen uns nicht nur eine Menge über ihre Stellung in der Natur gelehrt hat, sondern auch über unsere eigene. Sie hat uns ein bißchen bescheidener gemacht. Uns Menschen ist dadurch klar geworden, daß wir nicht die einzigen denkenden Wesen auf dem Planeten sind. Und daß wir nicht die einzigen Lebewesen sind, die zu Uneigennützigkeit und Selbstaufopferung fähig sind. Schimpansen unterscheiden sich von uns in der Struktur der Erbsubstanz DNS nur um 1,6 Prozent. Schimpansen können urteilen und Probleme lösen. Sie denken in der Zukunft und machen Pläne. Und das vielleicht Wichtigste: Sie sind uns ähnlich in ihren Gefühlen.(…)

Als ich die Notlage der Schimpansen erkannte, in der Freiheit ebenso wie in Gefangenschaft, wußte ich, daß ich mein Waldparadies verlassen und um die Welt reisen mußte, um den Menschen davon zu berichten und sie auch über die Notlage unseres geschundenen Planeten aufzuklären. Ich begann Wege aufzuzeigen, wie wir Menschen uns ändern müssen, um in größerer Harmonie mit allem Leben auch in Zukunft existieren zu können. Jeder von uns – das wurde mir mehr und mehr bewußt – spielt eine entscheidende Rolle für unseren Planeten.

Ich bin zutiefst überzeugt, daß es unendlich wichtig ist, vor allem Kindern beizubringen, allem Leben gegenüber respektvoll zu sein. Ich glaube, die wichtigste Botschaft an die Menschheit ist, daß jedes einzelne Individuum zählt, auch jedes nicht-menschliche. Jeder von uns hat in diesem Leben eine wichtige Rolle. Und jeder einzelne kann Änderungen bewirken. Daran glaube ich."


Ich meine, daß Jane Goodall hier – jenseits ihres Spezialgebiets – etwas für das Menschsein sehr Wichtiges ausgesagt hat, das jedoch noch viel zu wenig beachtet wird: „ Jeder von uns hat in diesem Leben eine wichtige Rolle. Und jeder einzelne kann Änderungen bewirken.“

Nun ist es keinesfalls für viele Menschen der richtige Weg, speziell in Afrika zu sich selbst zu finden und Änderungen zu bewirken! Jeder muß – wie Jane Goodall – seinen eigenen Weg suchen und gehen, und der beginnt normalerweise – wie bei der Forscherin, die durch ihre Mutter größte Unterstützung erfahren hat – im Umkreis der Familie und kann, aber muß nicht weit darüber hinausführen. Jane Goodall berichtet im Rückblick: „Meine Mutter sagte immer wieder zu mir: „Jane, wenn du etwas wirklich willst und hart arbeitest, wenn du alle Gelegenheiten nutzt und nie aufgibst, dann wirst du einen Weg finden.“

In diesem Zusammenhang wird jedoch immer wieder vergessen, daß alles noch kleiner anfängt und zwar bei den Gedanken. Abd-ru-shin sagt dazu:

„Zuckt ein Gedanke in Dir auf, so halte ihn zurück, sprich ihn nicht sofort aus, doch nähre ihn; denn er verdichtet durch Zurückhaltung im Schweigen und gewinnt an Kraft wie Dampf im Gegendruck.“

Der Gedanke gewinnt durch gleichartige Gedanken, die selbsttätig angezogen werden, nach und nach an Stärke:

„Er tritt zuletzt in festgeschlossenen Kraftwellen über Dich hinaus, durchbricht die Aura Deiner eigenen Person und übt auf weitere Umgebung einen Einfluß aus.“

Wer sich diese Möglichkeiten bewußt macht, wird – wie Jane Goodall – eine Aufgabe suchen, die nicht nur auf die Wünsche des Ichs beschränkt ist, sondern anderen Menschen und Dingen – oder Lebewesen – gewidmet ist.

 



Autor: Dr. Christian Baur

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  • Jane Goodall
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