Die Gleichnisse Jesu (9)
Ist das Haus auf Fels oder auf Sand gebaut?
Gedanken zu Lukas 6, 46–49
Da war ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Er war klug und bedachte in Ruhe, wie er es am besten anfangen sollte. Sorgsam grub er, bis er auf felsigen Untergrund stieß. Darauf setzte er dann ein Fundament für sein Anwesen. Er hatte gut getan! Nach einiger Zeit machte sich nämlich ein gewaltiger Sturm auf. Er rüttelte an dem Haus, aber die Winde konnten ihm nichts anhaben. Nach großer Regenflut entwickelte sich Hochwasser, starke Wellen schlugen gegen das Gebäude. Aber es war auf festem Unterbau errichtet, keine äußere Gewalt war in der Lage, sein Fundament zu erschüttern.
Da war noch ein anderer Mann. Er beabsichtigte ebenfalls, ein Haus zu bauen. Umgehend machte er sich voller Begeisterung ans Werk. Ohne lange zu überlegen, errichtete er sein Haus auf einem Platz, der ihm gerade passend erschien. Dabei beachtete er nicht, daß das Fundament auf sandigem Untergrund stand. Voller Freude bezog er bald darauf sein stattliches Anwesen. Stürme kamen auf, rüttelten am Gemäuer, und eine Überschwemmung spülte mächtige Wassermassen heran. Das Gebäude schwankte, und die Wogen unterspülten den Bau. Mit mächtiger Wucht stürzte das Haus in den Abgrund und begrub seinen Besitzer unter sich. –
Schnell wird den Hörern das Bild eingängig, das Jesus hier entwirft. Christus benutzt den irdischen Hausbau aber vor allem als ein Sinnbild für die notwendige Errichtung eines geistigen Baus. Er will den Menschen klarmachen, wie wichtig es ist, sich um bleibende Werte zu bemühen, die den Stürmen des Alltags widerstehen können. Er möchte uns einen Bauplan reichen, der aus irdischer Vergänglichkeit hinführt zur möglichen Erlangung ewigen Lebens.
Er sagt sinngemäß: „Wer zu mir kommt, meine Worte hört und sie tut, derjenige gleicht dem Mann, der sein Haus fest gegründet hat. Aber der Mensch, der meine Worte vernimmt und sie nicht beherzigt, sie also nicht tut, der ist wie der Mann, der kein bleibendes Fundament errichtet hat und folglich verlorengeht.“
Es ist gut, wenn wir Christus suchen. Es ist ein Geschenk, wenn wir ihn und sein Wort finden. Aber dieses Ereignis verpflichtet! Wer sein Wort hört und es nicht tut, es nicht im Alltag lebt, der macht sich schuldig! Derjenige ist wie der Mensch, der recht schnell zu begeistern war. Er baut sich ein Haus. Das Haus ist sein „Glaube“. In seiner leider nur oberflächlichen Begeisterung vergißt er, das „Fundament“ zu befestigen. Er gräbt sich nicht genug in die Weisheit des Wortes, in den Ernst und in die große Verantwortung, die es von jedem fordert. Alles „Glaubensgut“ bleibt bei ihm nur „oberflächlich“. Dann aber kommen die Stürme des Alltags, die Anfechtungen, die Wasser des Zweifels, die Woge der Verunsicherung, und sein Glaube schwindet dahin. – Christus verlangt mehr! Ruhiges Überlegen, ständiges Prüfen, tägliches sich neu Hineingraben und Vertiefen in sein Wort, Bitten um Hilfe, wachsendes Vertrauen, fundiertes Wissen. Aus diesem „Ringen im Wort“ erwächst Überzeugung, die den Stürmen widerstehen kann, sich im Angegriffenwerden und in der Auseinandersetzung mit der Welt bewährt und den Wogen lichtfeindlicher Umwelt standhält! –
Ein Christuswort, das diesem Gleichnis vorausgeht, sollte unbedingt noch Erwähnung finden. (Lk. 6, 46) Christus schaut sich die vielen Menschen aufmerksam an, die sich erneut um ihn scharen. Dann spricht er zu ihnen: „Weshalb nennt ihr mich eigentlich Herr, wenn ihr dennoch nicht tut, was ich euch sage?“ – Das Wort „Herr“ war in seiner damaligen Bedeutung mehr als die heutige nur allgemeine Anrede, wie wir sie täglich benutzen bei „Herr Meier“ oder „Herr Schulze“. Sie war ein Ehrentitel im Sinne von „mein Herr“, „mein Meister“! – Wenn ich einen Meister aufsuche, gleichgültig in welchem Fach, so ist es doch nur logisch, daß ich dann auch seinen Rat beherzige, ihn freudig ausführe! Darauf weist Jesus hin. Er und sein Wort sind nicht zu trennen. Wer ihn als Meister bekennt und anerkennt, sollte aufrichtig bemüht sein, seinen Worten zu vertrauen, sollte sie beherzigen und ausführen. Das wollte Jesus mit diesem Gleichnis bekunden.
Da war ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Er war klug und bedachte in Ruhe, wie er es am besten anfangen sollte. Sorgsam grub er, bis er auf felsigen Untergrund stieß. Darauf setzte er dann ein Fundament für sein Anwesen. Er hatte gut getan! Nach einiger Zeit machte sich nämlich ein gewaltiger Sturm auf. Er rüttelte an dem Haus, aber die Winde konnten ihm nichts anhaben. Nach großer Regenflut entwickelte sich Hochwasser, starke Wellen schlugen gegen das Gebäude. Aber es war auf festem Unterbau errichtet, keine äußere Gewalt war in der Lage, sein Fundament zu erschüttern.
Da war noch ein anderer Mann. Er beabsichtigte ebenfalls, ein Haus zu bauen. Umgehend machte er sich voller Begeisterung ans Werk. Ohne lange zu überlegen, errichtete er sein Haus auf einem Platz, der ihm gerade passend erschien. Dabei beachtete er nicht, daß das Fundament auf sandigem Untergrund stand. Voller Freude bezog er bald darauf sein stattliches Anwesen. Stürme kamen auf, rüttelten am Gemäuer, und eine Überschwemmung spülte mächtige Wassermassen heran. Das Gebäude schwankte, und die Wogen unterspülten den Bau. Mit mächtiger Wucht stürzte das Haus in den Abgrund und begrub seinen Besitzer unter sich. –
Schnell wird den Hörern das Bild eingängig, das Jesus hier entwirft. Christus benutzt den irdischen Hausbau aber vor allem als ein Sinnbild für die notwendige Errichtung eines geistigen Baus. Er will den Menschen klarmachen, wie wichtig es ist, sich um bleibende Werte zu bemühen, die den Stürmen des Alltags widerstehen können. Er möchte uns einen Bauplan reichen, der aus irdischer Vergänglichkeit hinführt zur möglichen Erlangung ewigen Lebens.
Er sagt sinngemäß: „Wer zu mir kommt, meine Worte hört und sie tut, derjenige gleicht dem Mann, der sein Haus fest gegründet hat. Aber der Mensch, der meine Worte vernimmt und sie nicht beherzigt, sie also nicht tut, der ist wie der Mann, der kein bleibendes Fundament errichtet hat und folglich verlorengeht.“
Es ist gut, wenn wir Christus suchen. Es ist ein Geschenk, wenn wir ihn und sein Wort finden. Aber dieses Ereignis verpflichtet! Wer sein Wort hört und es nicht tut, es nicht im Alltag lebt, der macht sich schuldig! Derjenige ist wie der Mensch, der recht schnell zu begeistern war. Er baut sich ein Haus. Das Haus ist sein „Glaube“. In seiner leider nur oberflächlichen Begeisterung vergißt er, das „Fundament“ zu befestigen. Er gräbt sich nicht genug in die Weisheit des Wortes, in den Ernst und in die große Verantwortung, die es von jedem fordert. Alles „Glaubensgut“ bleibt bei ihm nur „oberflächlich“. Dann aber kommen die Stürme des Alltags, die Anfechtungen, die Wasser des Zweifels, die Woge der Verunsicherung, und sein Glaube schwindet dahin. – Christus verlangt mehr! Ruhiges Überlegen, ständiges Prüfen, tägliches sich neu Hineingraben und Vertiefen in sein Wort, Bitten um Hilfe, wachsendes Vertrauen, fundiertes Wissen. Aus diesem „Ringen im Wort“ erwächst Überzeugung, die den Stürmen widerstehen kann, sich im Angegriffenwerden und in der Auseinandersetzung mit der Welt bewährt und den Wogen lichtfeindlicher Umwelt standhält! –
Ein Christuswort, das diesem Gleichnis vorausgeht, sollte unbedingt noch Erwähnung finden. (Lk. 6, 46) Christus schaut sich die vielen Menschen aufmerksam an, die sich erneut um ihn scharen. Dann spricht er zu ihnen: „Weshalb nennt ihr mich eigentlich Herr, wenn ihr dennoch nicht tut, was ich euch sage?“ – Das Wort „Herr“ war in seiner damaligen Bedeutung mehr als die heutige nur allgemeine Anrede, wie wir sie täglich benutzen bei „Herr Meier“ oder „Herr Schulze“. Sie war ein Ehrentitel im Sinne von „mein Herr“, „mein Meister“! – Wenn ich einen Meister aufsuche, gleichgültig in welchem Fach, so ist es doch nur logisch, daß ich dann auch seinen Rat beherzige, ihn freudig ausführe! Darauf weist Jesus hin. Er und sein Wort sind nicht zu trennen. Wer ihn als Meister bekennt und anerkennt, sollte aufrichtig bemüht sein, seinen Worten zu vertrauen, sollte sie beherzigen und ausführen. Das wollte Jesus mit diesem Gleichnis bekunden.
Autor: Martin Ernst
