Gott
Auf dem Weg zur Gotterkenntnis
Bin ich geschaffen? Bin ich eine Kreatur, der aus Liebe das Leben geschenkt wurde und die ihrem Schöpfer daher aus ganzem Herzen Dank entgegenbringen will? Religiös orientierte Menschen, die sich ohne Eigendünkel im Spiegel der Selbsterkenntnis betrachten, beantworten diese Frage mit einem klaren Ja – und gründen in dieser Überzeugung ihren tiefen Glauben, aus dem nicht nur Demut gegenüber Gott erwächst, sondern auch ein ethisch-moralisches, werteorientiertes Bewußtsein sowie eine Gesinnung der Nächstenliebe. Warum aber ist dieses Bewußtsein, daß es den Schöpfer gibt, nicht für jeden Menschen ebenso selbstverständlich wie das Wissen, daß er erlebt und empfindet? Was steht dem Erahnen des Schöpfers entgegen und läßt uns seit Jahrtausenden nach immer neuen Beweisen suchen?
Können wir noch empfinden?
Nachdem ein für den Verstand befriedigender Gottesbeweis mit den Methoden der heutigen Wissenschaften nicht geführt werden kann (siehe Beitrag „Beweise für die Existenz Gottes“), bleibt uns die Hoffnung, daß wir uns dem Schöpfer auf dem Weg unserer Empfindung nähern können. Denn sie ist es ja, die uns Menschen dazu befähigt, das Schöne, Edle, Erhabene zu erkennen, das die Schöpfung durchwirkt; die Empfindung ist es, die uns selbst nach Entwicklung und Vervollkommnung streben läßt sowie unserem Leben Ziel und Richtung gibt; und sie läßt uns auch das Sein Gottes dort erahnen, wo Verstandeswissen keinen Zutritt hat: tief im Herzen.
Wahrer Gottesglaube ist keine Sache des Verstandes, sondern der Empfindung.
Leider aber hat sich in der Geschichte bis heute immer wieder erwiesen, daß das Vertrauen auf die menschliche Empfindung offenbar eine sehr unsichere Grundlage bildet. Denn wie viele religiöse Fanatiker innerhalb und außerhalb der etablierten Kirchen beriefen sich beispielsweise schon darauf, den Willen Gottes kraft ihres Glaubens zu kennen – und waren dabei von echter Empfindung denkbar weit entfernt!
Empfindung wird oft mit Gefühl verwechselt, kann durch Vorurteile belastet oder durch Wunschvorstellungen getrübt sein, und die Frage, wie viele Menschen heute überhaupt noch in der Lage sind – oder je in der Lage waren -, etwas rein und klar zu empfinden, hat gewiß ihre Berechtigung.
Vermenschlichte Gottesvorstellungen
Die Skepsis gegenüber der menschlichen Empfindungsfähigkeit und, damit verbunden, allgemein auch die Skepsis gegenüber der „Welt des Glaubens“, führte zu einer folgeschweren, bis heute andauernden Entwicklung: Immer mehr Menschen mißtrauen den traditionellen Glaubensvorstellungen und suchen Halt in dem, was beweisbar und objektivierbar erscheint.
Solche Beweggründe sind natürlich verständlich, um so mehr, als die überlieferten Vorstellungen von einem vermenschlichten Gott und seinem Wirken in der Welt – ob als strafender Rächer oder liebender Großvater – kritische Geister oft eher zum Atheismus einladen als zu einer inneren Öffnung gegenüber jenem Höchsten, aus dem alles Leben stammt.
Festzuhalten bleibt also als Ursache dafür, daß das Wissen um Gott, den Schöpfer, heute längst nicht mehr für alle Menschen selbstverständlich ist: Wir haben zu empfinden verlernt und setzten statt dessen mehr und mehr auf unser körperliches Erkenntnisorgan, das Gehirn. Doch der Verstand erweist sich bei der Gotterkenntnis (wie auch in vielen ethisch-moralischen Belangen oder in der Sinnfrage) als Versager, er hat als „Ausgeburt der Materie“ kein „Verständnis“ für das, was unmittelbar mit unserem Leben und Erleben zu tun hat.
Aber wie finden wir den Weg zurück zu Gott, zurück zu jenem empfindungsvollen Bewußtsein, das uns Jesus mit den Worten „Werdet wie die Kinder!“ ans Herz legte?
„Wie die Kinder“ werden
Aus meiner Sicht ist zweierlei nötig: Erstens kann man im eigenen Leben empfindungsvollen Momenten wieder gezielt mehr Raum gewähren. Dabei mag es beispielsweise um die Betreuung oder Begleitung leidender oder sterbender Menschen gehen oder einfach darum, Kindern mehr Zeit und Zuwendung zu schenken. Alles, was aus Liebe geschieht und uns mit dem Leben anderer Menschen verbindet, ist wertvoll. Ebenso hilfreich können Zeiträume sein, die wir der Selbstbesinnung oder dem Gebet widmen.
Aber es sollen hier natürlich keine allgemeingültigen Rezepte dafür vermittelt werden, was zu tun ist, damit unsere Augen wieder kindlicher zu leuchten beginnen; nur eine Richtung soll verdeutlicht sein. Die konkreten Aufgaben und Möglichkeiten bietet immer das Leben selbst, an uns liegt es, ob wir ihnen ausweichen oder sie bewußt willkommen heißen und erfüllen.
Ein neues Bild vom Schöpfer
Neben dieser Arbeit an sich selbst kann natürlich auch neues Wissen zu neuen Gedanken und damit zur Befreiung von alten Irrtümern führen, die sich vielleicht hemmend vor die natürliche, reine Empfindung gestellt haben. Und hier bietet sich gerade im Zusammenhang mit dem Wirken Gottes das Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“ als Erkenntnisquelle ersten Ranges an. Denn die darin vermittelten Zusammenhänge lösen viele der uralten Menschheitsfragen.
Einige Kernaussagen der Gralsbotschaft lauten, kurz zusammengefaßt:
– Die Welt geht auf einen Schöpfungsakt Gottes zurück. Der unveränderliche, vollkommene Wille des Schöpfers offenbart sich uns in den unveränderlichen Naturgesetzen.
– Diese Naturgesetze schließen die Möglichkeit eines freien Willens, den der Mensch besitzt, nicht aus. Sie bilden aber einen unveränderlichen Rahmen, in dem das menschliche Wirken sich bewegen muß.
– Der Schöpfer greift nicht willkürlich lohnend oder strafend in sein Werk ein; das menschliche Tun findet im Rahmen der Schöpfungsgesetze, die auf die Förderung alles Bestehenden abzielen, mit der Zeit „automatisch“ seine Korrektur (zum Beispiel im „Gesetz der Wechselwirkung“).
– Der Schöpfer hat sein Werk aber nicht sich selbst überlassen. So kann jedem Menschen im Gebet Kraft vermittelt werden, wie auch die ganze Schöpfung durch regelmäßige Kraftvermittlung belebt und erhalten wird. Ebenso sind Offenbarungen aus höheren Schöpfungsebenen und Sendungen zur Hilfe der Menschheit möglich; die Mission Jesu war eine solche.
Diese – hier nur grob skizzierten – Darlegungen der Gralsbotschaft bieten sich auch als versöhnlicher Brückenschlag zwischen Naturwissenschaft und Religion an. Denn sie bestätigen das zutiefst menschliche Bedürfnis, im Schöpfer ein bewußtes, liebendes, gerechtes „Gegenüber“ zu finden, dem man sich in Demut anvertrauen und von dem man auf der Basis ehrlicher Empfindungen auch Kraft und somit Hilfe erbitten kann. Andererseits bekräftigen die Aussagen der Gralsbotschaft auch den naturwissenschaftlichen Grundsatz, daß sich alles Geschehen im Rahmen von Gesetzmäßigkeiten, also ohne Willkürakte vollziehen muß.
Freilich: Damit Naturwissenschaft und Religion sich wirklich näher kommen können, müßte noch einiges an Entwicklungsarbeit geleistet werden – auf beiden Seiten. Die Naturwissenschaft müßte sich beispielsweise konsequent von ihrem (ungeschriebenen) Grundsatz verabschieden, daß es nur die materielle, physikalisch beweisbare Welt geben kann; und ebenso konsequent müßte seitens der Religion der Glaube an „Wunder“, also an Geschehen, die nicht den Schöpfungsgesetzen folgen, in Frage gestellt werden. Der Weg dahin ist aus heutiger Sicht noch weit.
Der einzelne braucht sich davon freilich nicht beirren zu lassen. Neues Wissen und gelebte Nächstenliebe markieren schon heute den Königsweg zur Reinigung jenes lebendigen Kompasses, der uns den Weg durchs Leben und letztlich auch zur Gotterkenntnis weist: unsere Empfindungsfähigkeit!
Können wir noch empfinden?
Nachdem ein für den Verstand befriedigender Gottesbeweis mit den Methoden der heutigen Wissenschaften nicht geführt werden kann (siehe Beitrag „Beweise für die Existenz Gottes“), bleibt uns die Hoffnung, daß wir uns dem Schöpfer auf dem Weg unserer Empfindung nähern können. Denn sie ist es ja, die uns Menschen dazu befähigt, das Schöne, Edle, Erhabene zu erkennen, das die Schöpfung durchwirkt; die Empfindung ist es, die uns selbst nach Entwicklung und Vervollkommnung streben läßt sowie unserem Leben Ziel und Richtung gibt; und sie läßt uns auch das Sein Gottes dort erahnen, wo Verstandeswissen keinen Zutritt hat: tief im Herzen.
Wahrer Gottesglaube ist keine Sache des Verstandes, sondern der Empfindung.
Leider aber hat sich in der Geschichte bis heute immer wieder erwiesen, daß das Vertrauen auf die menschliche Empfindung offenbar eine sehr unsichere Grundlage bildet. Denn wie viele religiöse Fanatiker innerhalb und außerhalb der etablierten Kirchen beriefen sich beispielsweise schon darauf, den Willen Gottes kraft ihres Glaubens zu kennen – und waren dabei von echter Empfindung denkbar weit entfernt!
Empfindung wird oft mit Gefühl verwechselt, kann durch Vorurteile belastet oder durch Wunschvorstellungen getrübt sein, und die Frage, wie viele Menschen heute überhaupt noch in der Lage sind – oder je in der Lage waren -, etwas rein und klar zu empfinden, hat gewiß ihre Berechtigung.
Vermenschlichte Gottesvorstellungen
Die Skepsis gegenüber der menschlichen Empfindungsfähigkeit und, damit verbunden, allgemein auch die Skepsis gegenüber der „Welt des Glaubens“, führte zu einer folgeschweren, bis heute andauernden Entwicklung: Immer mehr Menschen mißtrauen den traditionellen Glaubensvorstellungen und suchen Halt in dem, was beweisbar und objektivierbar erscheint.
Solche Beweggründe sind natürlich verständlich, um so mehr, als die überlieferten Vorstellungen von einem vermenschlichten Gott und seinem Wirken in der Welt – ob als strafender Rächer oder liebender Großvater – kritische Geister oft eher zum Atheismus einladen als zu einer inneren Öffnung gegenüber jenem Höchsten, aus dem alles Leben stammt.
Festzuhalten bleibt also als Ursache dafür, daß das Wissen um Gott, den Schöpfer, heute längst nicht mehr für alle Menschen selbstverständlich ist: Wir haben zu empfinden verlernt und setzten statt dessen mehr und mehr auf unser körperliches Erkenntnisorgan, das Gehirn. Doch der Verstand erweist sich bei der Gotterkenntnis (wie auch in vielen ethisch-moralischen Belangen oder in der Sinnfrage) als Versager, er hat als „Ausgeburt der Materie“ kein „Verständnis“ für das, was unmittelbar mit unserem Leben und Erleben zu tun hat.
Aber wie finden wir den Weg zurück zu Gott, zurück zu jenem empfindungsvollen Bewußtsein, das uns Jesus mit den Worten „Werdet wie die Kinder!“ ans Herz legte?
„Wie die Kinder“ werden
Aus meiner Sicht ist zweierlei nötig: Erstens kann man im eigenen Leben empfindungsvollen Momenten wieder gezielt mehr Raum gewähren. Dabei mag es beispielsweise um die Betreuung oder Begleitung leidender oder sterbender Menschen gehen oder einfach darum, Kindern mehr Zeit und Zuwendung zu schenken. Alles, was aus Liebe geschieht und uns mit dem Leben anderer Menschen verbindet, ist wertvoll. Ebenso hilfreich können Zeiträume sein, die wir der Selbstbesinnung oder dem Gebet widmen.
Aber es sollen hier natürlich keine allgemeingültigen Rezepte dafür vermittelt werden, was zu tun ist, damit unsere Augen wieder kindlicher zu leuchten beginnen; nur eine Richtung soll verdeutlicht sein. Die konkreten Aufgaben und Möglichkeiten bietet immer das Leben selbst, an uns liegt es, ob wir ihnen ausweichen oder sie bewußt willkommen heißen und erfüllen.
Ein neues Bild vom Schöpfer
Neben dieser Arbeit an sich selbst kann natürlich auch neues Wissen zu neuen Gedanken und damit zur Befreiung von alten Irrtümern führen, die sich vielleicht hemmend vor die natürliche, reine Empfindung gestellt haben. Und hier bietet sich gerade im Zusammenhang mit dem Wirken Gottes das Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“ als Erkenntnisquelle ersten Ranges an. Denn die darin vermittelten Zusammenhänge lösen viele der uralten Menschheitsfragen.
Einige Kernaussagen der Gralsbotschaft lauten, kurz zusammengefaßt:
– Die Welt geht auf einen Schöpfungsakt Gottes zurück. Der unveränderliche, vollkommene Wille des Schöpfers offenbart sich uns in den unveränderlichen Naturgesetzen.
– Diese Naturgesetze schließen die Möglichkeit eines freien Willens, den der Mensch besitzt, nicht aus. Sie bilden aber einen unveränderlichen Rahmen, in dem das menschliche Wirken sich bewegen muß.
– Der Schöpfer greift nicht willkürlich lohnend oder strafend in sein Werk ein; das menschliche Tun findet im Rahmen der Schöpfungsgesetze, die auf die Förderung alles Bestehenden abzielen, mit der Zeit „automatisch“ seine Korrektur (zum Beispiel im „Gesetz der Wechselwirkung“).
– Der Schöpfer hat sein Werk aber nicht sich selbst überlassen. So kann jedem Menschen im Gebet Kraft vermittelt werden, wie auch die ganze Schöpfung durch regelmäßige Kraftvermittlung belebt und erhalten wird. Ebenso sind Offenbarungen aus höheren Schöpfungsebenen und Sendungen zur Hilfe der Menschheit möglich; die Mission Jesu war eine solche.
Diese – hier nur grob skizzierten – Darlegungen der Gralsbotschaft bieten sich auch als versöhnlicher Brückenschlag zwischen Naturwissenschaft und Religion an. Denn sie bestätigen das zutiefst menschliche Bedürfnis, im Schöpfer ein bewußtes, liebendes, gerechtes „Gegenüber“ zu finden, dem man sich in Demut anvertrauen und von dem man auf der Basis ehrlicher Empfindungen auch Kraft und somit Hilfe erbitten kann. Andererseits bekräftigen die Aussagen der Gralsbotschaft auch den naturwissenschaftlichen Grundsatz, daß sich alles Geschehen im Rahmen von Gesetzmäßigkeiten, also ohne Willkürakte vollziehen muß.
Freilich: Damit Naturwissenschaft und Religion sich wirklich näher kommen können, müßte noch einiges an Entwicklungsarbeit geleistet werden – auf beiden Seiten. Die Naturwissenschaft müßte sich beispielsweise konsequent von ihrem (ungeschriebenen) Grundsatz verabschieden, daß es nur die materielle, physikalisch beweisbare Welt geben kann; und ebenso konsequent müßte seitens der Religion der Glaube an „Wunder“, also an Geschehen, die nicht den Schöpfungsgesetzen folgen, in Frage gestellt werden. Der Weg dahin ist aus heutiger Sicht noch weit.
Der einzelne braucht sich davon freilich nicht beirren zu lassen. Neues Wissen und gelebte Nächstenliebe markieren schon heute den Königsweg zur Reinigung jenes lebendigen Kompasses, der uns den Weg durchs Leben und letztlich auch zur Gotterkenntnis weist: unsere Empfindungsfähigkeit!
Autor: Werner Huemer
