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Heilfasten

Durch Entsagung gesunden

Erfahrungen mit einer Heilfastenkur

Der Geschmack von Tee wird beim Fasten zum Genuß.
Der Geschmack von Tee wird beim Fasten zum Genuß.
Ende 2010 beschloß ich, eine Heilfastenkur durchzuführen. Nachdem ich es bislang jeweils nur einige Tage zu Hause in Ansätzen probiert hatte, nahm ich mir für dieses Mal vor, mich fachkundig begleiten zu lassen, und plante insgesamt mindestens zehn Tage für die Fastenzeit ein. Ich wollte ganz bewußt dem Alltag entfliehen und – in einer Wohlstands- und Überflußgesellschaft aufgewachsen – bewußt erleben, eine Weile ohne Essen auszukommen, entschlacken, gesunden und dabei vielleicht auch einige Kilogramm um die Bauchgegend herum verlieren. Ich wollte statt Nahrung von außen „Nahrung von innen“, die Auseinandersetzung mit mir selbst und das verstärkte Aufnehmen seelischer und geistiger Nahrung.

Von den diversen Fastenmethoden sprach mich das „Heilfasten nach Buchinger“ am meisten an, weil es mit seinen vier „Mahlzeiten“ unseren normalen Eßgewohnheiten noch am nächsten kommt und somit auch die Bereitschaft am größten sein dürfte, neue Erkenntnisse in das Alltagsleben zu übertragen. Ich entschied mich für eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat (siehe Internetlink).

Die Ankunft

Endlich ist es soweit: Anfang April 2011 komme ich gegen Mittag in Überlingen an. Es ist einer der ersten warmen, sonnigen Tage des Jahres, und ich freue mich, von meinem Zimmer aus in geringer Entfernung den Bodensee zu erkennen. Ich packe sofort den Koffer aus und ob des guten Wetters gleich die Gelegenheit beim Schopf, gehe den Hang hinunter und stehe schon bald auf der Uferpromenade. Welch ein Ausblick und welch ein Gefühl von Freiheit! Ich tanke auf und freue mich auf die nächsten zwei Wochen an diesem wunderschönen Ort. An diesem Tag folgen noch das erste von mehreren Gesprächen mit dem sympathischen Chefarzt (wie überhaupt das ganze Personal nett und zuvorkommend ist), Klinikrundgang und Einweisungen in das Fasten und die damit einhergehenden individuellen Anwendungen. Daneben gibt es ein großes Angebot an Entspannungstechniken, Wander-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Aber auch hier gilt, sage ich mir: weniger ist mehr, nicht gleich wieder in gewohnter Weise alles durchplanen! Auf einen Fernseher auf dem Zimmer verzichte ich; auch beim Internetanschluß bleibe ich eisern, denn Fasten bedeutet ja nicht immer nur einen Verzicht aufs Essen.

Am Abend dann die „Henkersmahlzeit“. Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß. Etwas später gehe ich noch in das klinikeigene Schwimmbad nebst Sauna und lege mich dann mit beruhigender Musik schlafen.

Der erste Tag

Morgens trifft sich unsere kleine Gruppe neu Angereister stilvoll zur Einnahme eines halben Liter Wassers mit 40 Gramm Glaubersalz (Natrium Sulfuricum) zur Darmentleerung und harrt dann der Dinge, die da kommen mögen. Derweil male ich mir aus, daß nach diesem doch sehr gewöhnungsbedürftigen Geschmack alles andere an Säften, Tees und Suppen in den nächsten Tagen der reinste Genuß sein dürfte. Ein Blick in die Runde der „Delinquenten“ zeigt mir schnell, daß die meisten Menschen Fasten in erster Linie mit dem Wunsch nach Abnehmen verbinden, wenn sie nicht gar von einer „Hungerkur“ sprechen, was nicht zutrifft, denn Fasten hat mit Hungern nichts zu tun. Mit Hungern verbindet man Not, Angst und Verzweiflung, Fasten hingegen sollte Freude und Zuversicht auslösen. Beim Fasten werden kaum noch Verdauungssäfte produziert, daher fallen in aller Regel auch die Hungergefühle weg. Anklänge an Fasten kennen wir von der Zeit des Abendessens bis zum Frühstück (im englischen: breakfast = Fastenbruch) oder von Zeiten der Krankheit, wenn wir keinen Appetit haben, durch die Minderbelastung des Körpers aber schneller gesunden.

Nun gehe ich sicherheitshalber auf mein Zimmer, denn das Grummeln im Magen nimmt zu. Zwischenzeitlich kommt mir die Idee, über meine Erlebnisse zu schreiben, und so setze ich mich hin und beginne diesen Bericht, bis das Mittagessen wartet. Es gibt eine geschmacklich hervorragende, winzige Tasse Tomatensuppe. Auch kleine Mahlzeiten kann man sehr langsam zelebrieren, wenn man sich darauf einläßt. Ich koste jeden Löffel und bin danach wirklich satt. Das Bauchgrummeln begleitet mich noch etwas, nimmt aber wieder ab, das Schlimmste ist wohl überstanden. Ich traue mich daher nachmittags in eine halbstündige Übungseinheit „Autogenes Training“ und in einen Einführungskurs in „Nordic Walking“ – eine angenehme Mischung aus Ruhe und Bewegung. Danach zieht es mich noch einmal ans Wasser. Als ich später an einem Café vorbeikomme, fliegt mich der Gedanke an, daß so ein leckeres Eis doch im wesentlichen nur aus Wasser besteht … aber ich überwinde die Versuchung und gehe triumphierend weiter. Abends entscheide ich mich noch für anderthalbstündige Yoga-Atemübungen, die sich als sehr schlaffördernd erweisen.

Fazit des Tages: Glaubersalz gut überstanden, und das Bauchgrummeln ließ gar kein Hungergefühl aufkommen. Ich schlafe zufrieden ein.

Der zweite Tag

„Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß …“
„Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß …“
Volles Programm: Um 6 Uhr bereits ein Kneippguß, kurz darauf Morgengymnastik, dann Tee mit Honig zum Frühstück, dann Massage, Wassergymnastik und Wassertreten. Nach der mittäglichen Suppe folgt der tägliche Leberwickel, dann geht es zum 2000-Meter-Schnellgehen als Fitneßtest für das Herz-Kreislauf-System. Nach einer kurzen Pause steht eine anderthalbstündige zügige Wanderung um Überlingen auf dem Programm, mit herrlichem Ausblick auf den Ort, die Insel Mainau und die Alpen. Weitere tägliche Wanderungen werden folgen, ich freue mich schon darauf.

Gegen Nachmittag spüre ich erstmals eine Mattigkeit, die nicht nur von der körperlichen Anstrengung herrührt. Dennoch entscheide ich mich, einem Vortrag über „emotionalen Hunger“ beizuwohnen. Essen ist ja oft eine Ersatzbefriedigung für anderweitige körperliche oder auch seelische Bedürfnisse (Ruhe, Bewegung, Sicherheit, Gesundheit, Sexualität, Liebe, Glück, Anerkennung, Freiheit, Sinn usw.). Nur wenn diese Bedürfnisse auch erfüllt werden (oder transformiert werden können) oder wir statt des Essens eine anderweitige Belohnungsstrategie für uns finden, kann das Zuviel- und Falschessen auch im Alltagsleben eingedämmt werden. Beim Fasten kann man erleben, daß Glücksgefühle auch ohne Essen aufkommen können, wenn auf die anderen Bedürfnisse verstärkt geachtet wird.

Zum Abendessen gibt es Obstsaft. Zurück auf dem Zimmer bekomme ich Schwindelgefühle. „Aha, erste Fastenreaktionen“, konstatiere ich, verzichte deshalb auf die Vorlesestunde „Märchen, Gedichte, Geschichten“ und lege mich schlafen, doch der Schwindel bleibt; erst durch Bitterkräuter bessert sich mein Befinden.

Fazit des Tages: Wenig Gedankenkreisen, für meinen Geschmack jedoch zu viel Programm. Trotz beruhigender Musik verläuft die Nacht unruhig … Träume von eigenen traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit.

Der dritte Tag

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, ich drehe mich nochmals um, komme kaum aus dem Bett, spüre eine bleierne Müdigkeit, fühle mich wie erschlagen. Stehe dann aber auf, weil um 6 Uhr wieder der Kneippguß wartet; heute nochmals von den Knien abwärts, beim nächsten Mal folgt dann eine Steigerung über Einbeziehung der Arme. Das macht mich aber auch nicht wacher. Danach ist für uns Fastenbrüder und -schwestern Wiegen angesagt: nach zweieinhalb Tagen 1,5 kg weniger, nehme ich beiläufig zur Kenntnis. Man erzählt sich während der kurzen Wartezeit seine Erstreaktionen. Danach der obligatorische Einlauf für alle, die nicht Bittersalz wählen. Bis zum Einführungsvortrag des Chefarztes am späten Vormittag lege ich mich ins Bett und befürchte, die vorgesehene Wanderung körperlich nicht zu bewältigen. Gegen Mittag kommt aber langsam wieder etwas Kraft, und ich entscheide mich, an der Wanderung teilzunehmen; ich kann mich ja nach der Überfahrt auf die gegenüberliegende Uferseite noch entscheiden, ob ich vier Kilometer oder zehn Kilometer wandern werde.

Treffpunkt ist 14 Uhr am Kai. Der Himmel hat sich aufgehellt, es herrschen optimale Bedingungen, nicht zu warm, nicht zu kalt. Nach der ersten Etappe beschließe ich angesichts des schönen Uferweges und des türkisfarbenen Wassers, auch die restlichen sechs Kilometer noch zu gehen. Auf die Abendveranstaltung verzichte ich auch heute.

Fazit des Tages: Ich bin richtig müde und gönne meinem Körper für den Rest des Abends Ruhe. Die Nacht verläuft wieder ruhiger.

Der vierte Tag

Ich fühle mich weiter matt, der Blutdruck ist im Keller. Heute am Samstag finden keine Anwendungen statt, ich kann länger schlafen. Morgens ringe ich mich noch zu 45 Minuten Nordic Walking durch, was aber meinen Kreislauf doch nicht in Schwung bringt. Die Schwester gibt mir Kreislauftropfen und ein Glas Sojamilch, was den Zustand nur kurzfristig bessert, ebenso wie das Wassertreten.

Ich entschließe mich, auf die heutige Wanderung zu verzichten und stattdessen komplett auszuruhen. Des weiteren nehme ich mir vor, in den nächsten Tagen die sportlichen Aktivitäten zurückzufahren und dafür mehr Entspannungsübungen zu machen. Am Abend wird der Film „St. Jacques … Pilgern auf Französisch“ angeboten, ein unterhaltsamer und einfühlsamer Film über Veränderungen von Lebenseinstellungen diverser Personen auf dem Jakobsweg. Der Schlaf tut gut.

Fazit des Tages: Ich frage mich, ist das noch eine normale Fastenkrise oder sind Körper oder Seele überfordert?

Der fünfte Tag

Diesen Sonntag haben wir vollständig zur freien Verfügung. Doch die bleierne Mattigkeit bleibt. Schade, ich wäre gerne zur Insel Mainau gefahren. So aber bewege ich mich nur im Umfeld der Klinik und lese viel. Ich erhalte noch zusätzlich Kochsalz und eine Buttermilch zur Blutdrucksteigerung, aber auch diese Maßnahmen verändern mein Befinden nicht.

Fazit des Tages: Ich beschließe, das Fasten vorzeitig zu beenden, wenn sich die Lage nicht rasch bessert – und schlafe mit diesem Gedanken beruhigt ein.

Der sechste Tag

„Am Nachmittag steht Entspannung mit Klangschalen auf dem Programm …“
„Am Nachmittag steht Entspannung mit Klangschalen auf dem Programm …“
Zum Glück kommen die Lebensgeister nun wieder, nachdem die Schwester es mal mit einer Tasse Schwarztee bei mir versucht. Das Fasten wäre morgen offiziell beendet. Also: Den einen Tag wirst du doch wohl noch überstehen!, sporne ich mich an, sonst müßte ich mir eingestehen, nicht durchgehalten zu haben. Den Vortrag über Bürstenmassagen lasse ich mir nicht entgehen, auch nicht die 30 Minuten „Autogenes Training“. Am Nachmittag steht Entspannung mit tibetanischen Klangschalen auf dem Programm. Ich kann mich sehr gut entspannen!

Auf Anwendungen oder sportliche Betätigung verzichte ich jedoch.

Fazit des Tages: Es geht wieder aufwärts – und ich denke sogar kurz darüber nach, die reine Fastenzeit noch um drei Tage zu verlängern.

Der siebente Tag

Ich bleibe bei meiner Entscheidung, das Fasten mit dem heutigen Tag zu beenden, es fühlt sich so gut an. Und es folgen ja sowieso noch drei Aufbautage, die bei der Fastenzeit mit eingerechnet werden. Am Morgen das letzte Mal Teefrühstück, dann sitzt um 11.45 Uhr wieder die Runde des ersten Fastentages feierlich bei Blumen und Kerzen für das sogenannte „Fastenbrechen“ zusammen. Die Festmahlzeit besteht aus einem Apfel mittags, einen zweiten dürfen wir uns für den Nachmittag aufheben. Ich schaffe nur einen halben. Aber noch nie hat mir ein Apfel so gut geschmeckt, noch nie war ich nach einem halben Apfel schon satt!

Ab heute stehen wieder täglich diverse Anwendungen und Entspannungsübungen auf dem Programm. Am Nachmittag nehme ich erstmals wieder an einer Wanderung teil, danach gönne ich mir die zweite Hälfte des Apfels. Abends gibt es wieder nur Suppe, danach einen Vortrag zum Thema „Versteckte Dickmacher“, dann noch eine Stunde Qi Gong.

Fazit des Tages: Jetzt beginnt die wirkliche Erholungsphase …

Die Aufbautage

Die weithin bekannte Bioküche zeigt, daß sie nicht nur Fastensuppen hervorragend zubereiten kann. Auch durch das sensibler gewordene Geschmacksgefühl schmeckt die Aufbaukost, beginnend mit etwa 800 kcal/Tag, nun doppelt gut.

Neben dem üblichen Programm nehme ich erstmals an den Übungen der „Fünf Tibeter“ teil. Die gesamten Übungen dauern rund zehn Minuten, sind leicht zu erlernen und sollen sämtliche Muskelgruppen ansprechen und alle Chakren aktivieren. Für jemanden wie mich, der voll im Berufsleben steht, erscheinen diese Übungen auch für die Zeit nach der Heilfastenkur sehr praktikabel.

Am zweiten und dritten Aufbautag wird die Essensmenge über 1.000 auf 1.200 kcal gesteigert. Dabei zeigt sich: einmal angefangen zu essen, und der Appetit steigt wieder! Nach dem erfolgreichen Fitneßtest – ich schaffe das 2.000-Meter-Gehen in kürzerer Zeit und, was noch entscheidender ist, mit deutlich geringerem Durchschnittspuls – fahre ich das Programm zurück, um die verbleibenden Tage einfach mit Reflektieren, Erholen und Wandern zu verbringen – selbstverständlich bei vegetarischer Vollwertkost.

Am letzten Tag besucht mich meine Frau, und wir setzen auf die Mainau über, um die herrliche Blütenpracht auf der Blumeninsel zu genießen.

Der Abreisetag

Kurpark-Klinik – eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat
Kurpark-Klinik – eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat
Heute morgen ist letztes Wiegen, bei mir sind es fünf Kilogramm weniger; ich bin sehr zufrieden. Danach noch das Abschlußgespräch mit dem Arzt. Mit Blick auf den jetzigen Gesundheitszustand war die Kur ein voller Erfolg.

Nach dem Frühstück reise ich ab. Während der Fahrt nach Hause gehen meine Gedanken nochmals zurück zu den Erlebnissen der letzten zwei Wochen, die mich sehr bereichert und mein Lebensgefühl gesteigert haben. Ich fühle nun eine größere Leichtigkeit, nicht nur was das Körpergewicht angeht. Mir ist klar geworden, daß wir deutlich weniger Nahrung brauchen, als wir üblicherweise denken! Ich werde hoffentlich nun langsamer und noch bewußter essen, auch in Dankbarkeit, daß wir derzeit keinen Hunger erleiden müssen. Einige der Aktivitäten, die ich kennengelernt habe, möchte ich in meinen Alltag integrieren: morgens die Kneippgüsse, abends die Bürstenmassagen sowie die „Fünf Tibeter“. Und bei etwaigen Eßgelüsten zwischendurch werde ich nicht mehr so oft fragen: „Was möchte ich jetzt essen?“ sondern: „Was möchte ich jetzt anderweitiges tun?“

Tiefgreifende seelische Erschütterungen müssen angesichts eines Fastens, wie ich es in der Kürze der Zeit und mit einem solchen Begleitprogramm erlebt habe, wohl nicht erwartet werden. Aber es bietet eine Fülle wertvoller Anregungen, und ich kann mir gut vorstellen, eine ähnliche Kur zu wiederholen und mich dabei noch deutlich mehr zurückzuziehen.

 

Literatur:

Lützner Hellmut, Wie neugeboren durch Fasten, GU, ISBN 978-3833807008

Brantschen Niklaus, Fasten neu erleben, Herder, ISBN 978-3451040580

Buchinger Otto sen., Das Heilfasten, Hippokrates, ISBN 978-3830453154

Kelder Peter, Die Fünf „Tibeter“, Scherz, ISBN 978-3502250357


Der Geschmack von Tee wird beim Fasten zum Genuß.
Der Geschmack von Tee wird beim Fasten zum Genuß.
Ende 2010 beschloß ich, eine Heilfastenkur durchzuführen. Nachdem ich es bislang jeweils nur einige Tage zu Hause in Ansätzen probiert hatte, nahm ich mir für dieses Mal vor, mich fachkundig begleiten zu lassen, und plante insgesamt mindestens zehn Tage für die Fastenzeit ein. Ich wollte ganz bewußt dem Alltag entfliehen und – in einer Wohlstands- und Überflußgesellschaft aufgewachsen – bewußt erleben, eine Weile ohne Essen auszukommen, entschlacken, gesunden und dabei vielleicht auch einige Kilogramm um die Bauchgegend herum verlieren. Ich wollte statt Nahrung von außen „Nahrung von innen“, die Auseinandersetzung mit mir selbst und das verstärkte Aufnehmen seelischer und geistiger Nahrung.

Von den diversen Fastenmethoden sprach mich das „Heilfasten nach Buchinger“ am meisten an, weil es mit seinen vier „Mahlzeiten“ unseren normalen Eßgewohnheiten noch am nächsten kommt und somit auch die Bereitschaft am größten sein dürfte, neue Erkenntnisse in das Alltagsleben zu übertragen. Ich entschied mich für eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat (siehe Internetlink).

Die Ankunft

Endlich ist es soweit: Anfang April 2011 komme ich gegen Mittag in Überlingen an. Es ist einer der ersten warmen, sonnigen Tage des Jahres, und ich freue mich, von meinem Zimmer aus in geringer Entfernung den Bodensee zu erkennen. Ich packe sofort den Koffer aus und ob des guten Wetters gleich die Gelegenheit beim Schopf, gehe den Hang hinunter und stehe schon bald auf der Uferpromenade. Welch ein Ausblick und welch ein Gefühl von Freiheit! Ich tanke auf und freue mich auf die nächsten zwei Wochen an diesem wunderschönen Ort. An diesem Tag folgen noch das erste von mehreren Gesprächen mit dem sympathischen Chefarzt (wie überhaupt das ganze Personal nett und zuvorkommend ist), Klinikrundgang und Einweisungen in das Fasten und die damit einhergehenden individuellen Anwendungen. Daneben gibt es ein großes Angebot an Entspannungstechniken, Wander-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Aber auch hier gilt, sage ich mir: weniger ist mehr, nicht gleich wieder in gewohnter Weise alles durchplanen! Auf einen Fernseher auf dem Zimmer verzichte ich; auch beim Internetanschluß bleibe ich eisern, denn Fasten bedeutet ja nicht immer nur einen Verzicht aufs Essen.

Am Abend dann die „Henkersmahlzeit“. Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß. Etwas später gehe ich noch in das klinikeigene Schwimmbad nebst Sauna und lege mich dann mit beruhigender Musik schlafen.

Der erste Tag

Morgens trifft sich unsere kleine Gruppe neu Angereister stilvoll zur Einnahme eines halben Liter Wassers mit 40 Gramm Glaubersalz (Natrium Sulfuricum) zur Darmentleerung und harrt dann der Dinge, die da kommen mögen. Derweil male ich mir aus, daß nach diesem doch sehr gewöhnungsbedürftigen Geschmack alles andere an Säften, Tees und Suppen in den nächsten Tagen der reinste Genuß sein dürfte. Ein Blick in die Runde der „Delinquenten“ zeigt mir schnell, daß die meisten Menschen Fasten in erster Linie mit dem Wunsch nach Abnehmen verbinden, wenn sie nicht gar von einer „Hungerkur“ sprechen, was nicht zutrifft, denn Fasten hat mit Hungern nichts zu tun. Mit Hungern verbindet man Not, Angst und Verzweiflung, Fasten hingegen sollte Freude und Zuversicht auslösen. Beim Fasten werden kaum noch Verdauungssäfte produziert, daher fallen in aller Regel auch die Hungergefühle weg. Anklänge an Fasten kennen wir von der Zeit des Abendessens bis zum Frühstück (im englischen: breakfast = Fastenbruch) oder von Zeiten der Krankheit, wenn wir keinen Appetit haben, durch die Minderbelastung des Körpers aber schneller gesunden.

Nun gehe ich sicherheitshalber auf mein Zimmer, denn das Grummeln im Magen nimmt zu. Zwischenzeitlich kommt mir die Idee, über meine Erlebnisse zu schreiben, und so setze ich mich hin und beginne diesen Bericht, bis das Mittagessen wartet. Es gibt eine geschmacklich hervorragende, winzige Tasse Tomatensuppe. Auch kleine Mahlzeiten kann man sehr langsam zelebrieren, wenn man sich darauf einläßt. Ich koste jeden Löffel und bin danach wirklich satt. Das Bauchgrummeln begleitet mich noch etwas, nimmt aber wieder ab, das Schlimmste ist wohl überstanden. Ich traue mich daher nachmittags in eine halbstündige Übungseinheit „Autogenes Training“ und in einen Einführungskurs in „Nordic Walking“ – eine angenehme Mischung aus Ruhe und Bewegung. Danach zieht es mich noch einmal ans Wasser. Als ich später an einem Café vorbeikomme, fliegt mich der Gedanke an, daß so ein leckeres Eis doch im wesentlichen nur aus Wasser besteht … aber ich überwinde die Versuchung und gehe triumphierend weiter. Abends entscheide ich mich noch für anderthalbstündige Yoga-Atemübungen, die sich als sehr schlaffördernd erweisen.

Fazit des Tages: Glaubersalz gut überstanden, und das Bauchgrummeln ließ gar kein Hungergefühl aufkommen. Ich schlafe zufrieden ein.

Der zweite Tag

„Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß …“
„Die Kost ist bereits reduziert, wie ich wehmütig feststellen muß …“
Volles Programm: Um 6 Uhr bereits ein Kneippguß, kurz darauf Morgengymnastik, dann Tee mit Honig zum Frühstück, dann Massage, Wassergymnastik und Wassertreten. Nach der mittäglichen Suppe folgt der tägliche Leberwickel, dann geht es zum 2000-Meter-Schnellgehen als Fitneßtest für das Herz-Kreislauf-System. Nach einer kurzen Pause steht eine anderthalbstündige zügige Wanderung um Überlingen auf dem Programm, mit herrlichem Ausblick auf den Ort, die Insel Mainau und die Alpen. Weitere tägliche Wanderungen werden folgen, ich freue mich schon darauf.

Gegen Nachmittag spüre ich erstmals eine Mattigkeit, die nicht nur von der körperlichen Anstrengung herrührt. Dennoch entscheide ich mich, einem Vortrag über „emotionalen Hunger“ beizuwohnen. Essen ist ja oft eine Ersatzbefriedigung für anderweitige körperliche oder auch seelische Bedürfnisse (Ruhe, Bewegung, Sicherheit, Gesundheit, Sexualität, Liebe, Glück, Anerkennung, Freiheit, Sinn usw.). Nur wenn diese Bedürfnisse auch erfüllt werden (oder transformiert werden können) oder wir statt des Essens eine anderweitige Belohnungsstrategie für uns finden, kann das Zuviel- und Falschessen auch im Alltagsleben eingedämmt werden. Beim Fasten kann man erleben, daß Glücksgefühle auch ohne Essen aufkommen können, wenn auf die anderen Bedürfnisse verstärkt geachtet wird.

Zum Abendessen gibt es Obstsaft. Zurück auf dem Zimmer bekomme ich Schwindelgefühle. „Aha, erste Fastenreaktionen“, konstatiere ich, verzichte deshalb auf die Vorlesestunde „Märchen, Gedichte, Geschichten“ und lege mich schlafen, doch der Schwindel bleibt; erst durch Bitterkräuter bessert sich mein Befinden.

Fazit des Tages: Wenig Gedankenkreisen, für meinen Geschmack jedoch zu viel Programm. Trotz beruhigender Musik verläuft die Nacht unruhig … Träume von eigenen traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit.

Der dritte Tag

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, ich drehe mich nochmals um, komme kaum aus dem Bett, spüre eine bleierne Müdigkeit, fühle mich wie erschlagen. Stehe dann aber auf, weil um 6 Uhr wieder der Kneippguß wartet; heute nochmals von den Knien abwärts, beim nächsten Mal folgt dann eine Steigerung über Einbeziehung der Arme. Das macht mich aber auch nicht wacher. Danach ist für uns Fastenbrüder und -schwestern Wiegen angesagt: nach zweieinhalb Tagen 1,5 kg weniger, nehme ich beiläufig zur Kenntnis. Man erzählt sich während der kurzen Wartezeit seine Erstreaktionen. Danach der obligatorische Einlauf für alle, die nicht Bittersalz wählen. Bis zum Einführungsvortrag des Chefarztes am späten Vormittag lege ich mich ins Bett und befürchte, die vorgesehene Wanderung körperlich nicht zu bewältigen. Gegen Mittag kommt aber langsam wieder etwas Kraft, und ich entscheide mich, an der Wanderung teilzunehmen; ich kann mich ja nach der Überfahrt auf die gegenüberliegende Uferseite noch entscheiden, ob ich vier Kilometer oder zehn Kilometer wandern werde.

Treffpunkt ist 14 Uhr am Kai. Der Himmel hat sich aufgehellt, es herrschen optimale Bedingungen, nicht zu warm, nicht zu kalt. Nach der ersten Etappe beschließe ich angesichts des schönen Uferweges und des türkisfarbenen Wassers, auch die restlichen sechs Kilometer noch zu gehen. Auf die Abendveranstaltung verzichte ich auch heute.

Fazit des Tages: Ich bin richtig müde und gönne meinem Körper für den Rest des Abends Ruhe. Die Nacht verläuft wieder ruhiger.

Der vierte Tag

Ich fühle mich weiter matt, der Blutdruck ist im Keller. Heute am Samstag finden keine Anwendungen statt, ich kann länger schlafen. Morgens ringe ich mich noch zu 45 Minuten Nordic Walking durch, was aber meinen Kreislauf doch nicht in Schwung bringt. Die Schwester gibt mir Kreislauftropfen und ein Glas Sojamilch, was den Zustand nur kurzfristig bessert, ebenso wie das Wassertreten.

Ich entschließe mich, auf die heutige Wanderung zu verzichten und stattdessen komplett auszuruhen. Des weiteren nehme ich mir vor, in den nächsten Tagen die sportlichen Aktivitäten zurückzufahren und dafür mehr Entspannungsübungen zu machen. Am Abend wird der Film „St. Jacques … Pilgern auf Französisch“ angeboten, ein unterhaltsamer und einfühlsamer Film über Veränderungen von Lebenseinstellungen diverser Personen auf dem Jakobsweg. Der Schlaf tut gut.

Fazit des Tages: Ich frage mich, ist das noch eine normale Fastenkrise oder sind Körper oder Seele überfordert?

Der fünfte Tag

Diesen Sonntag haben wir vollständig zur freien Verfügung. Doch die bleierne Mattigkeit bleibt. Schade, ich wäre gerne zur Insel Mainau gefahren. So aber bewege ich mich nur im Umfeld der Klinik und lese viel. Ich erhalte noch zusätzlich Kochsalz und eine Buttermilch zur Blutdrucksteigerung, aber auch diese Maßnahmen verändern mein Befinden nicht.

Fazit des Tages: Ich beschließe, das Fasten vorzeitig zu beenden, wenn sich die Lage nicht rasch bessert – und schlafe mit diesem Gedanken beruhigt ein.

Der sechste Tag

„Am Nachmittag steht Entspannung mit Klangschalen auf dem Programm …“
„Am Nachmittag steht Entspannung mit Klangschalen auf dem Programm …“
Zum Glück kommen die Lebensgeister nun wieder, nachdem die Schwester es mal mit einer Tasse Schwarztee bei mir versucht. Das Fasten wäre morgen offiziell beendet. Also: Den einen Tag wirst du doch wohl noch überstehen!, sporne ich mich an, sonst müßte ich mir eingestehen, nicht durchgehalten zu haben. Den Vortrag über Bürstenmassagen lasse ich mir nicht entgehen, auch nicht die 30 Minuten „Autogenes Training“. Am Nachmittag steht Entspannung mit tibetanischen Klangschalen auf dem Programm. Ich kann mich sehr gut entspannen!

Auf Anwendungen oder sportliche Betätigung verzichte ich jedoch.

Fazit des Tages: Es geht wieder aufwärts – und ich denke sogar kurz darüber nach, die reine Fastenzeit noch um drei Tage zu verlängern.

Der siebente Tag

Ich bleibe bei meiner Entscheidung, das Fasten mit dem heutigen Tag zu beenden, es fühlt sich so gut an. Und es folgen ja sowieso noch drei Aufbautage, die bei der Fastenzeit mit eingerechnet werden. Am Morgen das letzte Mal Teefrühstück, dann sitzt um 11.45 Uhr wieder die Runde des ersten Fastentages feierlich bei Blumen und Kerzen für das sogenannte „Fastenbrechen“ zusammen. Die Festmahlzeit besteht aus einem Apfel mittags, einen zweiten dürfen wir uns für den Nachmittag aufheben. Ich schaffe nur einen halben. Aber noch nie hat mir ein Apfel so gut geschmeckt, noch nie war ich nach einem halben Apfel schon satt!

Ab heute stehen wieder täglich diverse Anwendungen und Entspannungsübungen auf dem Programm. Am Nachmittag nehme ich erstmals wieder an einer Wanderung teil, danach gönne ich mir die zweite Hälfte des Apfels. Abends gibt es wieder nur Suppe, danach einen Vortrag zum Thema „Versteckte Dickmacher“, dann noch eine Stunde Qi Gong.

Fazit des Tages: Jetzt beginnt die wirkliche Erholungsphase …

Die Aufbautage

Die weithin bekannte Bioküche zeigt, daß sie nicht nur Fastensuppen hervorragend zubereiten kann. Auch durch das sensibler gewordene Geschmacksgefühl schmeckt die Aufbaukost, beginnend mit etwa 800 kcal/Tag, nun doppelt gut.

Neben dem üblichen Programm nehme ich erstmals an den Übungen der „Fünf Tibeter“ teil. Die gesamten Übungen dauern rund zehn Minuten, sind leicht zu erlernen und sollen sämtliche Muskelgruppen ansprechen und alle Chakren aktivieren. Für jemanden wie mich, der voll im Berufsleben steht, erscheinen diese Übungen auch für die Zeit nach der Heilfastenkur sehr praktikabel.

Am zweiten und dritten Aufbautag wird die Essensmenge über 1.000 auf 1.200 kcal gesteigert. Dabei zeigt sich: einmal angefangen zu essen, und der Appetit steigt wieder! Nach dem erfolgreichen Fitneßtest – ich schaffe das 2.000-Meter-Gehen in kürzerer Zeit und, was noch entscheidender ist, mit deutlich geringerem Durchschnittspuls – fahre ich das Programm zurück, um die verbleibenden Tage einfach mit Reflektieren, Erholen und Wandern zu verbringen – selbstverständlich bei vegetarischer Vollwertkost.

Am letzten Tag besucht mich meine Frau, und wir setzen auf die Mainau über, um die herrliche Blütenpracht auf der Blumeninsel zu genießen.

Der Abreisetag

Kurpark-Klinik – eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat
Kurpark-Klinik – eine Klinik in Überlingen/Bodensee, die sich auf Naturheilverfahren spezialisiert hat
Heute morgen ist letztes Wiegen, bei mir sind es fünf Kilogramm weniger; ich bin sehr zufrieden. Danach noch das Abschlußgespräch mit dem Arzt. Mit Blick auf den jetzigen Gesundheitszustand war die Kur ein voller Erfolg.

Nach dem Frühstück reise ich ab. Während der Fahrt nach Hause gehen meine Gedanken nochmals zurück zu den Erlebnissen der letzten zwei Wochen, die mich sehr bereichert und mein Lebensgefühl gesteigert haben. Ich fühle nun eine größere Leichtigkeit, nicht nur was das Körpergewicht angeht. Mir ist klar geworden, daß wir deutlich weniger Nahrung brauchen, als wir üblicherweise denken! Ich werde hoffentlich nun langsamer und noch bewußter essen, auch in Dankbarkeit, daß wir derzeit keinen Hunger erleiden müssen. Einige der Aktivitäten, die ich kennengelernt habe, möchte ich in meinen Alltag integrieren: morgens die Kneippgüsse, abends die Bürstenmassagen sowie die „Fünf Tibeter“. Und bei etwaigen Eßgelüsten zwischendurch werde ich nicht mehr so oft fragen: „Was möchte ich jetzt essen?“ sondern: „Was möchte ich jetzt anderweitiges tun?“

Tiefgreifende seelische Erschütterungen müssen angesichts eines Fastens, wie ich es in der Kürze der Zeit und mit einem solchen Begleitprogramm erlebt habe, wohl nicht erwartet werden. Aber es bietet eine Fülle wertvoller Anregungen, und ich kann mir gut vorstellen, eine ähnliche Kur zu wiederholen und mich dabei noch deutlich mehr zurückzuziehen.

 

Literatur:

Lützner Hellmut, Wie neugeboren durch Fasten, GU, ISBN 978-3833807008

Brantschen Niklaus, Fasten neu erleben, Herder, ISBN 978-3451040580

Buchinger Otto sen., Das Heilfasten, Hippokrates, ISBN 978-3830453154

Kelder Peter, Die Fünf „Tibeter“, Scherz, ISBN 978-3502250357



Autor: Claus Georg Tornai

Das Heilfasten nach Otto Buchinger

Das vorbeugende Fasten des sogenannten gesunden Menschen ist nach Dr. Otto Buchinger das höchste Ziel für jeden Arzt.

Das Heilfasten nach Buchinger besteht aus Tee-Saft-Suppenfasten. Morgens und nachmittags gibt es Kräutertee mit Honig und Zitrone, mittags Gemüsebrühe und abends wahlweise Saft oder Gemüsebrühe, zwischendurch immer wieder Wasser und Kräutertees.

Auch bei vielen chronischen Erkrankungen kann Fasten angezeigt sein, zum Beispiel bei Arthritis, Asthma, Diabetes aufgrund Übergewicht, Funktionsstörungen bei Leber und Bauchspeicheldrüse, Hauterkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Migräne, Stein-Leiden, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, selbst bei Magersucht.

„Krankes schwindet, Gesundes bleibt“

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  • Otto Buchinger
  • Heilfasten
  • Ernährung

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Claus Georg Tornai

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Martin Schott veröffentlichte im Verlag der Stiftung Gralsbotschaft ein erfolgreiches Taschenbuch, das auch als Hörbuch erhältlich ist: „Die geheimnisvolle Macht der Gedanken“. Claus Georg Tornai sprach mit dem Autor. …

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Die Schöpfung erleben Teil 44

Fest für die Sinne

Eine Reise durch Cornwall

Ein Beitrag von Claus Georg Tornai. …

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Eckard Habenicht

Geistiges Heilen

Eckard Habenicht ist Heilmagnetiseur und Geistheiler. Claus Georg Tornai führte mit ihm ein Gespräch über den Begriff des „Heilens“. …

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