Buchempfehlung
Wüstenmädchen – Die Heilkunst der starken Frauen
Teresa Schuhl erzählt in einem Buch ihre fesselnde Lebensgeschichte, die in Tadschikistan beginnt.
Empfehlenswert!
Teresa Schuhl erzählt in diesem Buch ihre fesselnde Lebensgeschichte, die in Tadschikistan beginnt. Sie wächst in einem vergessenen Wüstendorf am Rande der Gesellschaft, wo Hitze, Staub und Fliegen Alltag sind, in Armut auf. Die Sowjets haben ihre Eltern Anfang der 1960er Jahre wegen der aus Deutschland stammenden schwäbischen Vorfahren in diese menschenfeindliche Umgebung umgesiedelt, was einer Verbannung gleichkommt. In der von Männern dominierten Gesellschaft sind „Gleichberechtigung“ und „Feminismus“ Fremdwörter.
Gegen diese schmachvolle Zurücksetzung sieht sie nur einen einzigen Ausweg: Sich wie ein Junge zu kleiden, zu kämpfen und bei allen Raufereien mitzuhalten, was von ihrem Vater, der stolz auf sie ist, auch noch unterstützt wird. Mutter und Großmutter verachtet sie als Dienerinnen der Familie ohne Freiraum.
Kinderarbeit in sengender Hitze und beißender Kälte ist Selbstverständlichkeit, Spielzeug gibt es nicht, aber dafür das warme Nest der Großfamilie und stolze, gastfreundliche Mitmenschen.
Eines Tages nimmt die Großmutter Teresa auf eine stundenlange Busreise ins Gebirge mit, wo ein verschnürtes, geheimnisvolles Bündel übergeben wird. Wochen später wird dieses Bündel zu einer Großtante gebracht, wo Teresa dessen Inhalt kennenlernt und erkennt, daß damit ein von den Sowjets verbotener religiöser Ritus zelebriert wird, den sie zwar nicht versteht, der jedoch ihr Herz tief berührt. Aber es sollen noch viele Jahre vergehen, bis sie sich selbst auf die Suche nach Gott macht …
Nach 16jährigem Warten auf ein Visum darf die Familie endlich nach Deutschland ausreisen, das ihr wie Ali Babas Schatzhöhle vorkommt, sie aber völlig verunsichert, da alles fremd und ungewohnt ist und sich die Menschen dort abschotten. Die Eltern fühlen sich zwar deutsch, werden von den Deutschen aber wie Ausländer behandelt. Die Familie kommt sich vor wie in einem vergifteten Schlaraffenland. Die Autorität der Eltern bröckelt, und der pubertierende Teenager schwankt zwischen den Geschlechterrollen.
Teresa findet nach der Schule einen Arbeitsplatz und verliebt sich rettungslos in einen Mann, heiratet, schenkt einem Sohn das Leben. Kurz darauf erfährt sie, daß ihr Mann manisch-depressiv und nicht therapierbar ist und egoistisch ihren Freiraum völlig beschneidet. Sie verliert jede Orientierung sowie ihre Identität und wird magersüchtig.
Nach achtjähriger Ehe schwindet der Boden unter ihren Füßen. Sie landet auf der Intensivstation, wo erst das Flehen ihres Kindes ihr Verantwortungsgefühl und damit den Lebenswillen weckt.
Die Autorin findet allmählich mit helfender Unterstützung ins Leben zurück, eine ihr unerklärliche Lichterscheinung mit vibrierender Energie beeindruckt sie tief und gibt ihr die Gewißheit eines möglichen Neuanfangs. Ihre Mutter weiht sie liebevoll in die tiefsten Familiengeheimnisse ein und überreicht ihr zur Einweihung als Heilerin ein geheimnisvolles Kästchen von der Großtante, welche als Hüterin der Gebete und Älteste Menschen heilte.
Der weitere Lebensweg ist noch von vielen leidvollen Schicksalsschlägen begleitet, die aber immer einen Reifeprozeß auslösen, der sie zu ihrer Berufung führt. Heute ist Teresa Heilerin, Leiterin der „Ärzteakademie für spirituell-energetische Medizin“ und arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis mit einem Mediziner und Heiler.
Die spannende Schilderung veranschaulicht beeindruckend, wie Krankheit ein Freund sein und ein wacher Mensch lernen kann, aus einer falschen Rolle zu schlüpfen. Zudem erfährt der Leser hier an einem Beispiel, wie sich eine Entwicklung zum Heiler vollzieht.
Trinity Verlag, 2. Auflage 2010
ISBN 978-3941837157
Teresa Schuhl erzählt in diesem Buch ihre fesselnde Lebensgeschichte, die in Tadschikistan beginnt. Sie wächst in einem vergessenen Wüstendorf am Rande der Gesellschaft, wo Hitze, Staub und Fliegen Alltag sind, in Armut auf. Die Sowjets haben ihre Eltern Anfang der 1960er Jahre wegen der aus Deutschland stammenden schwäbischen Vorfahren in diese menschenfeindliche Umgebung umgesiedelt, was einer Verbannung gleichkommt. In der von Männern dominierten Gesellschaft sind „Gleichberechtigung“ und „Feminismus“ Fremdwörter.
Gegen diese schmachvolle Zurücksetzung sieht sie nur einen einzigen Ausweg: Sich wie ein Junge zu kleiden, zu kämpfen und bei allen Raufereien mitzuhalten, was von ihrem Vater, der stolz auf sie ist, auch noch unterstützt wird. Mutter und Großmutter verachtet sie als Dienerinnen der Familie ohne Freiraum.
Kinderarbeit in sengender Hitze und beißender Kälte ist Selbstverständlichkeit, Spielzeug gibt es nicht, aber dafür das warme Nest der Großfamilie und stolze, gastfreundliche Mitmenschen.
Eines Tages nimmt die Großmutter Teresa auf eine stundenlange Busreise ins Gebirge mit, wo ein verschnürtes, geheimnisvolles Bündel übergeben wird. Wochen später wird dieses Bündel zu einer Großtante gebracht, wo Teresa dessen Inhalt kennenlernt und erkennt, daß damit ein von den Sowjets verbotener religiöser Ritus zelebriert wird, den sie zwar nicht versteht, der jedoch ihr Herz tief berührt. Aber es sollen noch viele Jahre vergehen, bis sie sich selbst auf die Suche nach Gott macht …
Nach 16jährigem Warten auf ein Visum darf die Familie endlich nach Deutschland ausreisen, das ihr wie Ali Babas Schatzhöhle vorkommt, sie aber völlig verunsichert, da alles fremd und ungewohnt ist und sich die Menschen dort abschotten. Die Eltern fühlen sich zwar deutsch, werden von den Deutschen aber wie Ausländer behandelt. Die Familie kommt sich vor wie in einem vergifteten Schlaraffenland. Die Autorität der Eltern bröckelt, und der pubertierende Teenager schwankt zwischen den Geschlechterrollen.
Teresa findet nach der Schule einen Arbeitsplatz und verliebt sich rettungslos in einen Mann, heiratet, schenkt einem Sohn das Leben. Kurz darauf erfährt sie, daß ihr Mann manisch-depressiv und nicht therapierbar ist und egoistisch ihren Freiraum völlig beschneidet. Sie verliert jede Orientierung sowie ihre Identität und wird magersüchtig.
Nach achtjähriger Ehe schwindet der Boden unter ihren Füßen. Sie landet auf der Intensivstation, wo erst das Flehen ihres Kindes ihr Verantwortungsgefühl und damit den Lebenswillen weckt.
Die Autorin findet allmählich mit helfender Unterstützung ins Leben zurück, eine ihr unerklärliche Lichterscheinung mit vibrierender Energie beeindruckt sie tief und gibt ihr die Gewißheit eines möglichen Neuanfangs. Ihre Mutter weiht sie liebevoll in die tiefsten Familiengeheimnisse ein und überreicht ihr zur Einweihung als Heilerin ein geheimnisvolles Kästchen von der Großtante, welche als Hüterin der Gebete und Älteste Menschen heilte.
Der weitere Lebensweg ist noch von vielen leidvollen Schicksalsschlägen begleitet, die aber immer einen Reifeprozeß auslösen, der sie zu ihrer Berufung führt. Heute ist Teresa Heilerin, Leiterin der „Ärzteakademie für spirituell-energetische Medizin“ und arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis mit einem Mediziner und Heiler.
Die spannende Schilderung veranschaulicht beeindruckend, wie Krankheit ein Freund sein und ein wacher Mensch lernen kann, aus einer falschen Rolle zu schlüpfen. Zudem erfährt der Leser hier an einem Beispiel, wie sich eine Entwicklung zum Heiler vollzieht.
Trinity Verlag, 2. Auflage 2010
ISBN 978-3941837157
Autor: Anna Grundmeier
