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Sucht nach Gewalt

»Snuff Videos« und »Happy Slapping«

Zwei »Modeerscheinungen« im Internet dokumentieren die zunehmende Sucht nach Gewalt.

Im Internet werden zunehmend sogenannte Snuff Videos verbreitet; „snuff“ leitet sich von to snuff out – jemanden auslöschen – ab. Ein entsprechender Film zeigt die detailreiche Ausführung eines Mordes.

Als Happy Slapping – „fröhliches Dreinschlagen“ – wird der Angriff auf unbekannte Passanten bezeichnet, die mitunter bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen werden. Dieser „Jux“ wird mit einer Handy- oder Videokamera gefilmt und danach verbreitet.

Zwei „Modeerscheinungen“, die den zunehmenden Drang nach Gewalttätigkeiten in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringen – zugleich aber auch die Grundfrage ansprechen, ob hinter wirklicher Gewalt und für filmische Zwecke gespielter Gewalt nicht eine gemeinsame Ursache steckt.

Immer wieder wird die Auffassung vertreten, alle medialen Inszenierungen seien ebenso frei wie die Gedanken! Aber verhalten sich die Dinge nicht doch ganz anders, als unser liberal-freizügiges Bewußtsein es wahrhaben will?

Ein bekanntes – Christus zugeschriebenes – Bibelwort lautet: „Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten.“ (Gal. 6, 7)

Dieses unabänderliche Gesetz von Saat und Ernte bezieht sich keinesfalls nur auf das menschliche Tun. In seiner Bergpredigt legte Jesus die Wurzeln alles Tuns frei: Es sind die Empfindungen und Gedanken! Aus ihnen werden Worte und Taten, das heißt Werke, die gute oder schlechte Rückwirkungen mit sich bringen und die genauso zur eigenen Person gehören wie auch schon die Gedanken.

Wenn der Mensch das „Gesetz von Saat und Ernte“ nicht beachtet, fügt er sich selbst Schaden zu. Wer liebt, bekommt Liebe zurück, wer haßt, kann nur wieder Haß ernten, und zwar in vielfachem Maße, wie es bereits im Alten Testament ausgedrückt wird: „Wer Wind säet, wird Sturm ernten“ (1).

Wie soll nun diese Potenzierung der Gedanken – vom Wind zum Sturm – zustandekommen? Es ist eben nicht so, daß ein Mörder – wie beispielsweise jener von Blacksburg (Virginia) – ganz allein alles verursacht hat, das heißt von den ersten Haßempfindungen bis hin zu der schrecklichen Wirklichkeit seiner Tat. Er war, wie andere mehr oder weniger psychisch kranke Menschen, die selbst Haß in sich entwickeln, zugleich der Fokus vieler ähnlicher Haßgedanken, die keine räumlichen, nationalen und religiösen Grenzen kennen und nach dem Gesetz der Gleichart (2) zusammenfinden, sich verdichten, bis sie durch irgendwen zur Tat kommen können. Deshalb können Menschen gedanklich an grausamen Handlungen beteiligt sein, die sie nie selbst begehen könnten. Wo immer sich eine labile Person findet, die über keine ausreichende intellektuelle Kontrolle über ihr Denken und Tun verfügt, können die inzwischen angestauten Haßgedanken zur Auslösung kommen. Diese Person – dies konnte ja immer wieder beobachtet werden – muß keinesfalls in auffallender Weise als böse in Erscheinung treten, sondern vor allem als psychisch schwach oder gar krank.

So betrachtet, ist es alles andere als harmlos, Computerkillerspiele, Snuff Videos, Happy Slappings, kurzum Filme, die die Gewalt verherrlichen oder als „cool“ erscheinen lassen wollen, wie Drogen zu konsumieren und damit die schlechten Wünsche, die im Inneren des Menschen noch schlummern, zu unterstützen und schließlich – rein gedanklich – außer Kontrolle geraten zu lassen. Natürlich würde es diesen ganzen medialen Müll gar nicht geben, wenn gar keine Wünsche in dieser Hinsicht vorhanden wären.

Jeder Mensch kann und muß bei sich anfangen – nicht beim Nächsten -, um die überhandnehmende gedankliche Umweltverschmutzung einzudämmen.


Anmerkungen:
1 Vgl.: Hosea 8, 7: in Übersetzung der lateinischen Fassung der Vulgata.
2 Vgl. dazu die Aussagen in dem Vortrag „Irrungen“ von Abd-ru-shin. In: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Band 1, Stuttgart 1990


Im Internet werden zunehmend sogenannte Snuff Videos verbreitet; „snuff“ leitet sich von to snuff out – jemanden auslöschen – ab. Ein entsprechender Film zeigt die detailreiche Ausführung eines Mordes.

Als Happy Slapping – „fröhliches Dreinschlagen“ – wird der Angriff auf unbekannte Passanten bezeichnet, die mitunter bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen werden. Dieser „Jux“ wird mit einer Handy- oder Videokamera gefilmt und danach verbreitet.

Zwei „Modeerscheinungen“, die den zunehmenden Drang nach Gewalttätigkeiten in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringen – zugleich aber auch die Grundfrage ansprechen, ob hinter wirklicher Gewalt und für filmische Zwecke gespielter Gewalt nicht eine gemeinsame Ursache steckt.

Immer wieder wird die Auffassung vertreten, alle medialen Inszenierungen seien ebenso frei wie die Gedanken! Aber verhalten sich die Dinge nicht doch ganz anders, als unser liberal-freizügiges Bewußtsein es wahrhaben will?

Ein bekanntes – Christus zugeschriebenes – Bibelwort lautet: „Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten.“ (Gal. 6, 7)

Dieses unabänderliche Gesetz von Saat und Ernte bezieht sich keinesfalls nur auf das menschliche Tun. In seiner Bergpredigt legte Jesus die Wurzeln alles Tuns frei: Es sind die Empfindungen und Gedanken! Aus ihnen werden Worte und Taten, das heißt Werke, die gute oder schlechte Rückwirkungen mit sich bringen und die genauso zur eigenen Person gehören wie auch schon die Gedanken.

Wenn der Mensch das „Gesetz von Saat und Ernte“ nicht beachtet, fügt er sich selbst Schaden zu. Wer liebt, bekommt Liebe zurück, wer haßt, kann nur wieder Haß ernten, und zwar in vielfachem Maße, wie es bereits im Alten Testament ausgedrückt wird: „Wer Wind säet, wird Sturm ernten“ (1).

Wie soll nun diese Potenzierung der Gedanken – vom Wind zum Sturm – zustandekommen? Es ist eben nicht so, daß ein Mörder – wie beispielsweise jener von Blacksburg (Virginia) – ganz allein alles verursacht hat, das heißt von den ersten Haßempfindungen bis hin zu der schrecklichen Wirklichkeit seiner Tat. Er war, wie andere mehr oder weniger psychisch kranke Menschen, die selbst Haß in sich entwickeln, zugleich der Fokus vieler ähnlicher Haßgedanken, die keine räumlichen, nationalen und religiösen Grenzen kennen und nach dem Gesetz der Gleichart (2) zusammenfinden, sich verdichten, bis sie durch irgendwen zur Tat kommen können. Deshalb können Menschen gedanklich an grausamen Handlungen beteiligt sein, die sie nie selbst begehen könnten. Wo immer sich eine labile Person findet, die über keine ausreichende intellektuelle Kontrolle über ihr Denken und Tun verfügt, können die inzwischen angestauten Haßgedanken zur Auslösung kommen. Diese Person – dies konnte ja immer wieder beobachtet werden – muß keinesfalls in auffallender Weise als böse in Erscheinung treten, sondern vor allem als psychisch schwach oder gar krank.

So betrachtet, ist es alles andere als harmlos, Computerkillerspiele, Snuff Videos, Happy Slappings, kurzum Filme, die die Gewalt verherrlichen oder als „cool“ erscheinen lassen wollen, wie Drogen zu konsumieren und damit die schlechten Wünsche, die im Inneren des Menschen noch schlummern, zu unterstützen und schließlich – rein gedanklich – außer Kontrolle geraten zu lassen. Natürlich würde es diesen ganzen medialen Müll gar nicht geben, wenn gar keine Wünsche in dieser Hinsicht vorhanden wären.

Jeder Mensch kann und muß bei sich anfangen – nicht beim Nächsten -, um die überhandnehmende gedankliche Umweltverschmutzung einzudämmen.


Anmerkungen:
1 Vgl.: Hosea 8, 7: in Übersetzung der lateinischen Fassung der Vulgata.
2 Vgl. dazu die Aussagen in dem Vortrag „Irrungen“ von Abd-ru-shin. In: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Band 1, Stuttgart 1990



Autor: Dr. Christian Baur
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Nachschlagworte

  • Gewalt
  • Gesetz der Wechselwirkung
  • Verantwortung

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