Forschung
Die Erschaffung von „Mischwesen“
Verfließen die Grenzen zwischen Mensch und Tier? Neue Forschungsansätze lassen dies befürchten.
Bisher gingen wir von einer klaren Abgrenzung von Mensch und Tier aus, aber die Wissenschaft erforscht die Möglichkeiten einer Mischung von menschlichen und tierischen Zellen oder Geweben bereits seit Jahrzehnten. Seit den 1980er Jahren werden Mäuse mit menschlichen Genen als „Modellorganismen“ zur Erforschung menschlicher Krankheiten ausgestattet. Aus menschlichen Stammzellen gewonnene Nerven-Vorläuferzellen wurden bereits in das Hirn von Primaten und auch anderen Versuchstieren übertragen.
2010 entfachte erneut eine Diskussion über die Zulässigkeit solcher Experimente unter ethischen Gesichtspunkten. So gab es in Großbritannien eine öffentliche Debatte über die Bildung von „cytoplasmatischen Hybriden“, bei denen ein menschlicher Zellkern in eine entkernte tierische Eizelle verpflanzt wird, zur Herstellung embryonaler Stammzellen.
Das britische Parlament erlaubte jüngst gleich zwei umstrittene Experimente mit Embryonen: die Erschaffung von Tier-Mensch-Embryonen und die Züchtung von Hilfsgeschwistern.
Wo soll das alles hinführen?
Die Zuspitzung in den wissenschaftlichen Experimenten fordert heute um so mehr eine ethisch-moralische Überprüfung, die nur unter geistigen Gesichtspunkten erfolgen kann. Wie schnell sind alle Hemmungen beseitigt und Grenzen überschritten, und wie schnell wird als Folge alles beliebig und machbar! Daß in diesem Zusammenhang sehr häufig das Wort „erschaffen“ gebraucht wird, verwundert dann auch nicht mehr. Mephistopheles läßt grüßen: „Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange, dir wird gewiß einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange …“ Vielleicht ist es endlich an der Zeit, daß wir erkennen: Wir können es nicht besser als der Schöpfer! In der Schöpfung ist alles so weise eingerichtet, daß letztlich alles immer nur zum Nutzen für alle Geschöpfe sein kann. Wenn wir so elementar in Grundstrukturen der Schöpfung eingreifen, müssen wir auch mit den entsprechenden Folgen rechnen, die unweigerlich eintreten, wenn in Unwissenheit die Schöpfungsgesetze nicht beachtet und sie bei Entscheidungen nicht zugrundegelegt werden.
Die Unwissenheit über die Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist zeigt sich deutlich in den Stellungnahmen der Ethikkommission zur „Erschaffung“ von Mensch-Tier-Mischwesen.
In der Folge werde ich einige Zitate dieser Kommission kommentieren, die aus Anlaß der öffentlichen Anhörung des deutschen Ethikrates zum Thema „Mensch-Tier-Mischwesen“ im Februar 2010 publiziert wurden. Die Kommission stellte fest:
„Gerade das Hirn als Sitz des menschlichen Bewußtseins ist nach unserem Verständnis aber von zentraler Bedeutung für die Unterscheidung von Mensch und Tier.“
Hier fängt der Irrtum schon an, denn nicht das Gehirn ist der Sitz unseres Bewußtseins, sondern der uns innewohnende Geist mit der Seele macht den Menschen zum Menschen.
Das Gehirn ist und bleibt nur ein irdisches Werkzeug, das mit dem Tod aufhört zu sein.
„Sind wir dabei, die bislang scheinbar so klare Grenze zwischen Mensch und Tier zu verwischen?“
Eindeutig ja, das versuchen wir. Doch diese Art Forschung leitet einen absoluten Rückschritt ein, da die Natur vorgegebenen Entwicklungsgesetzen folgt und klar gegliedert ist.
Das Tier ist in seinem seelischen Kern ein „Wesen“, der Mensch hingegen „Geist“.
„Stellen sich durch die Erzeugung von Mensch-Tier-Mischwesen grundsätzliche Fragen an unser Menschenverständnis?“
Das ist die Grundlage überhaupt, wenn man über derartige Entscheidungen zu befinden hat.
Was unterscheidet das Tier vom Menschen?
Der Mensch ist eine andere Schöpfungsart als das Tier, auch wenn einstmals bei bestimmter Schöpfungsreife der höchstentwickelte Tierkörper dazu diente, Geistkeime aufzunehmen. Daß das Tier eine andere Blutzusammensetzung hat als der Mensch, sollte zu denken geben. Wären wir alle nur eine Weiterentwicklung affenähnlicher Tiere, müßte in jedem Fall das Blut des Menschen identisch sein mit dem Tierblut. Es ist nicht der Fall, weil erst der inkarnierte Geist das eigentliche Menschenblut bildet.
„Gibt es Grenzen bei der Menge und Art der menschlichen Gene, Zellen, Gewebe und Eigenschaften, die man auf Tiere übertragen darf, ohne daß sich ihr moralischer Status ändert?“
Solche Fragen stehen dann im Vordergrund, wenn Mensch und Tier nur aufgrund ihrer Körperlichkeit definiert werden. Wirkliche Moral beginnt anderswo, denn wo immer sich der Mensch einen Vorteil durch das Leid von Tieren erkaufen will, liegt er falsch.
Wir haben kein Recht dazu, gezielt – etwa durch Tierversuche – Leid zu verursachen, auch wenn es um den vermeintlichen medizinischen Fortschritt geht. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, lautet Artikel 1, Absatz 1 im deutschen Grundgesetz. Diese Würde können wir nur glaubhaft mit Leben füllen, wenn wir Menschen uns unserer geistigen Verantwortung bewußt werden und sie auch auf unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, übertragen.
Die ganze Diskussion macht schon klar, in welchen gefährlichen Bahnen das Ganze verläuft.
Ein Mensch mit etwas Gemüt würde nicht einmal auf solch eine Idee kommen. Das Ansinnen, Mischwesen erzeugen zu wollen, würde sich mit etwas mehr Kenntnis der Schöpfung und der ihr innewohnenden Gesetze von selbst erledigen. Der Versuch, unterschiedliche Arten zu mischen, muß scheitern. Er richtet sich gegen die Schöpfungsgesetze.
Der Hinweis, daß es schon seit den Anfängen menschlicher Kultur Mensch-Tier-Mischwesen gibt, kann diese Entwicklung nicht rechtfertigen. Denn das, was wir heute aus der Sagenwelt kennen, weist lediglich auf den Kontakt zur Welt der Naturwesen hin, den Menschen früher häufiger als heute hatten, wie auch die rätselhafte Sphinx ein Sinnbild höherer Schöpfungswirklichkeiten ist. All diese „Mischwesen“ gab es aber nie grobstofflich, sie können auch nur mit den feinerstofflich wesenhaften Augen innerlich geschaut werden.
Bei allem, was wir hier auf Erden entscheiden, sollten wir bedenken, daß wir früher oder später dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Keine monströse Medizin, sondern mehr Herz – das ist es, was die Welt braucht.
Bisher gingen wir von einer klaren Abgrenzung von Mensch und Tier aus, aber die Wissenschaft erforscht die Möglichkeiten einer Mischung von menschlichen und tierischen Zellen oder Geweben bereits seit Jahrzehnten. Seit den 1980er Jahren werden Mäuse mit menschlichen Genen als „Modellorganismen“ zur Erforschung menschlicher Krankheiten ausgestattet. Aus menschlichen Stammzellen gewonnene Nerven-Vorläuferzellen wurden bereits in das Hirn von Primaten und auch anderen Versuchstieren übertragen.
2010 entfachte erneut eine Diskussion über die Zulässigkeit solcher Experimente unter ethischen Gesichtspunkten. So gab es in Großbritannien eine öffentliche Debatte über die Bildung von „cytoplasmatischen Hybriden“, bei denen ein menschlicher Zellkern in eine entkernte tierische Eizelle verpflanzt wird, zur Herstellung embryonaler Stammzellen.
Das britische Parlament erlaubte jüngst gleich zwei umstrittene Experimente mit Embryonen: die Erschaffung von Tier-Mensch-Embryonen und die Züchtung von Hilfsgeschwistern.
Wo soll das alles hinführen?
Die Zuspitzung in den wissenschaftlichen Experimenten fordert heute um so mehr eine ethisch-moralische Überprüfung, die nur unter geistigen Gesichtspunkten erfolgen kann. Wie schnell sind alle Hemmungen beseitigt und Grenzen überschritten, und wie schnell wird als Folge alles beliebig und machbar! Daß in diesem Zusammenhang sehr häufig das Wort „erschaffen“ gebraucht wird, verwundert dann auch nicht mehr. Mephistopheles läßt grüßen: „Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange, dir wird gewiß einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange …“ Vielleicht ist es endlich an der Zeit, daß wir erkennen: Wir können es nicht besser als der Schöpfer! In der Schöpfung ist alles so weise eingerichtet, daß letztlich alles immer nur zum Nutzen für alle Geschöpfe sein kann. Wenn wir so elementar in Grundstrukturen der Schöpfung eingreifen, müssen wir auch mit den entsprechenden Folgen rechnen, die unweigerlich eintreten, wenn in Unwissenheit die Schöpfungsgesetze nicht beachtet und sie bei Entscheidungen nicht zugrundegelegt werden.
Die Unwissenheit über die Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist zeigt sich deutlich in den Stellungnahmen der Ethikkommission zur „Erschaffung“ von Mensch-Tier-Mischwesen.
In der Folge werde ich einige Zitate dieser Kommission kommentieren, die aus Anlaß der öffentlichen Anhörung des deutschen Ethikrates zum Thema „Mensch-Tier-Mischwesen“ im Februar 2010 publiziert wurden. Die Kommission stellte fest:
„Gerade das Hirn als Sitz des menschlichen Bewußtseins ist nach unserem Verständnis aber von zentraler Bedeutung für die Unterscheidung von Mensch und Tier.“
Hier fängt der Irrtum schon an, denn nicht das Gehirn ist der Sitz unseres Bewußtseins, sondern der uns innewohnende Geist mit der Seele macht den Menschen zum Menschen.
Das Gehirn ist und bleibt nur ein irdisches Werkzeug, das mit dem Tod aufhört zu sein.
„Sind wir dabei, die bislang scheinbar so klare Grenze zwischen Mensch und Tier zu verwischen?“
Eindeutig ja, das versuchen wir. Doch diese Art Forschung leitet einen absoluten Rückschritt ein, da die Natur vorgegebenen Entwicklungsgesetzen folgt und klar gegliedert ist.
Das Tier ist in seinem seelischen Kern ein „Wesen“, der Mensch hingegen „Geist“.
„Stellen sich durch die Erzeugung von Mensch-Tier-Mischwesen grundsätzliche Fragen an unser Menschenverständnis?“
Das ist die Grundlage überhaupt, wenn man über derartige Entscheidungen zu befinden hat.
Was unterscheidet das Tier vom Menschen?
Der Mensch ist eine andere Schöpfungsart als das Tier, auch wenn einstmals bei bestimmter Schöpfungsreife der höchstentwickelte Tierkörper dazu diente, Geistkeime aufzunehmen. Daß das Tier eine andere Blutzusammensetzung hat als der Mensch, sollte zu denken geben. Wären wir alle nur eine Weiterentwicklung affenähnlicher Tiere, müßte in jedem Fall das Blut des Menschen identisch sein mit dem Tierblut. Es ist nicht der Fall, weil erst der inkarnierte Geist das eigentliche Menschenblut bildet.
„Gibt es Grenzen bei der Menge und Art der menschlichen Gene, Zellen, Gewebe und Eigenschaften, die man auf Tiere übertragen darf, ohne daß sich ihr moralischer Status ändert?“
Solche Fragen stehen dann im Vordergrund, wenn Mensch und Tier nur aufgrund ihrer Körperlichkeit definiert werden. Wirkliche Moral beginnt anderswo, denn wo immer sich der Mensch einen Vorteil durch das Leid von Tieren erkaufen will, liegt er falsch.
Wir haben kein Recht dazu, gezielt – etwa durch Tierversuche – Leid zu verursachen, auch wenn es um den vermeintlichen medizinischen Fortschritt geht. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, lautet Artikel 1, Absatz 1 im deutschen Grundgesetz. Diese Würde können wir nur glaubhaft mit Leben füllen, wenn wir Menschen uns unserer geistigen Verantwortung bewußt werden und sie auch auf unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, übertragen.
Die ganze Diskussion macht schon klar, in welchen gefährlichen Bahnen das Ganze verläuft.
Ein Mensch mit etwas Gemüt würde nicht einmal auf solch eine Idee kommen. Das Ansinnen, Mischwesen erzeugen zu wollen, würde sich mit etwas mehr Kenntnis der Schöpfung und der ihr innewohnenden Gesetze von selbst erledigen. Der Versuch, unterschiedliche Arten zu mischen, muß scheitern. Er richtet sich gegen die Schöpfungsgesetze.
Der Hinweis, daß es schon seit den Anfängen menschlicher Kultur Mensch-Tier-Mischwesen gibt, kann diese Entwicklung nicht rechtfertigen. Denn das, was wir heute aus der Sagenwelt kennen, weist lediglich auf den Kontakt zur Welt der Naturwesen hin, den Menschen früher häufiger als heute hatten, wie auch die rätselhafte Sphinx ein Sinnbild höherer Schöpfungswirklichkeiten ist. All diese „Mischwesen“ gab es aber nie grobstofflich, sie können auch nur mit den feinerstofflich wesenhaften Augen innerlich geschaut werden.
Bei allem, was wir hier auf Erden entscheiden, sollten wir bedenken, daß wir früher oder später dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Keine monströse Medizin, sondern mehr Herz – das ist es, was die Welt braucht.
Autor: Renate Biller
