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Sprache

Der ganz normale „Wahnsinn“

Gedanken über eine verbreitete Sprechunart


Der »Untergang der Erde« aus der Sicht unseres Grafikers Roger Gut
Die menschliche Sprache hat in ihrer Anwendung eine bildende Funktion; sie beinhaltet formende Kräfte, die die gesamte Umwelt mitzugestalten fähig sind. Durch das Sprechen verankern wir unser Wollen in die stoffliche Welt. Dies ist ein Prozeß, der nicht sichtbar vor unseren Augen stattfindet, der sich aber trotzdem andauernd abspielt. Dabei wirkt jedes Wort immer in seiner jeweiligen Art, das heißt, es bleibt einem ganz bestimmten Sinn zugeordnet, der niemals verschoben werden kann. Wenn dies nicht beachtet wird – ob aus Unwissenheit oder aus Gleichgültigkeit -, dann entstehen dabei unfreiwillig falsche Sprachbilder. Manchmal sind recht lustige Sachen dabei, zum Beispiel war erst kürzlich laut einer Meldung „eine Elefantenhochzeit geplatzt“; und auch der Satz „Du nimmst ja Sachen in den Mund, die andere nicht mal in die Hand nehmen …“ könnte neu überdacht werden. Aber oft steht das Gesagte in so häßlichem Widerspruch zum Sinn der Sprache, daß ich mich frage: Woher kommt es, daß wir so reden und schreiben? -

Vor kurzem hatte ich ein unheimlich schönes Erlebnis. Ich war in einer Stadt angekommen und erfuhr, daß am selben Abend ganz in der Nähe des Hotels ein tolles Konzert stattfinden sollte, mit einem irrsinnig interessanten Programm und einem wahnsinnig guten Dirigenten. Ich hatte aber noch keine Karte und bat deshalb die Dame an der Rezeption, mir die Telefonnummer der Konzertkasse zu besorgen. Die Dame war unheimlich nett und kümmerte sich sofort darum. Ein wenig später läutete mein Telefon, und ich erfuhr, daß ich irrsinniges Glück hätte, denn an der Abendkasse gäbe es noch Karten. Inzwischen hatte ich auch die Programmankündigung gelesen und freute mich nun wahnsinnig auf den Abend.

Pünktlich machte ich mich auf den Weg und lief die kurze Strecke zu Fuß. Während ich dann an der Kasse wartete, wurde meine Aufmerksamkeit plötzlich auf einen Mann gelenkt, der mir freudig etwas zurief. Da erkannte ich ihn wieder.

„Ja Wahnsinn, was machst Du denn hier?“ Das war wirklich ein irrer Zufall, und wir freuten uns unheimlich, denn wir hatten uns schon wahnsinnig lange nicht mehr gesehen. Es war unheimlich interessant zu hören, was mein Bekannter in dieser Zeit alles erlebt hatte, und es gab wahnsinnig viel zu erzählen! Doch plötzlich merkte ich, daß ich mich dringend wieder um meine Eintrittskarte kümmern sollte, denn inzwischen hatten sich andere Personen bereits vor mich gestellt. Da traf mich der Ausruf der Vorderleute wie ein Schlag: „Was? Das waren die letzten? Alle Karten sind weg? Ausverkauft?“

Das Konzert war ausverkauft! Ich hatte durch unser Gespräch tatsächlich die letzte Möglichkeit vertan, an der Abendkasse noch eine Karte zu bekommen. Ich ärgerte mich über meinen Leichtsinn und wollte gerade gehen, da kam mein Bekannter und hielt mir eine Karte vor die Nase. „He, schau mal! Gerade hat mich meine Begleitung angerufen und abgesagt! Die Dame hat eine dringende Verpflichtung und kommt heute Abend nicht! Sie meinte, ich könne ihre Karte ruhig verschenken!“

Da stand ich nun und las auf dem Ticket: Parkett, Mitte links, 3. Reihe! Das war ja wirklich der Wahnsinn! Einer der besten Plätze! Eine solche Karte hätte ich bestimmt nicht mehr an der Abendkasse bekommen – und nun wurde sie mir einfach geschenkt!

Ist es nicht manchmal unheimlich schön, wie sich die Dinge ergeben? Das Konzert war übrigens wahnsinnig toll. -
Dem Leser wird der „unheimliche Wahnsinn“ in dieser Geschichte bestimmt aufgefallen sein. Sicherlich kennt er diese Beispiele, denn tagtäglich und überall hören und lesen wir bestimmte Wörter, die in ihrer Bedeutung eigentlich gar nicht zum Sinn des Gesagten passen, weil sie in eine völlig verkehrte Richtung weisen. Und wie oft benutzen wir diese Wörter selber: wahnsinnig, irre, unheimlich, toll – und noch ein weiteres, das unter die Gürtellinie zeigt!

Warum sind eigentlich so viele Dinge „wahnsinnig gut“, warum so viele Sachen „unheimlich schön“? Hört man nicht immer wieder, jemand habe sich „wahnsinnig wohl gefühlt“ oder zwei Menschen seien sich „unheimlich sympathisch“ und hätten sich „irre gut verstanden“? Es ist nicht ungewöhnlich, in den öffentlichen Nachrichten zu hören, daß sich zum Beispiel ein Minister „wahnsinnig über einen Staatsbesuch gefreut habe“ oder „ein Gesetzesbeschluß unheimlich schnell zur Anwendung kam“. „Zum Glück hatten wir dann noch irre gutes Wetter, und sowieso war einfach alles toll“ – das alles hört und liest man immer wieder, und noch mehr …

Untersuchen wir einmal die beiden Ausdrücke „wahnsinnig“ und „unheimlich“ genauer! Jeder weiß, daß das Wort wahnsinnig „verrückt“, „irre“ bedeutet. Es bezeichnet etwas, das sinnlos, hysterisch oder psychisch gestört ist. „Wahn“ ist eine falsche, eingebildete Hoffnung, und etymologisch betrachtet [Etymologie = Wissenschaft von der Herkunft, Geschichte und Grundbedeutung der Wörter] stand das Wort „wan“ im Althochdeutschen ursprünglich für „leer“ und „mangelhaft“.

Das Wort unheimlich bezeichnet etwas, das befremdlich und beängstigend ist. Es steht in Zusammenhang mit Irritation, Angst und Grauen, im Gegensatz zum „vertrauten Heim“, oder zur „Heimat“.

Interessant ist nun, daß man in diversen Lexika den harmlos klingenden Hinweis mitgeliefert bekommt, daß beide Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch neben ihrer ursprünglichen Bedeutung auch „im übertragenen Sinne“ gebraucht werden.

Aber was übertragen wir mit dieser Wortverwendung wirklich? Stellt sich die Welt, die wir geprägt haben – ich meine das, was man allgemein als „Realität“ bezeichnet – nicht vielfach wirklich genauso dar, wie es diese Worte ausdrücken? Ist unsere Welt nicht tatsächlich voll von „unheimlichem Wahnsinn“? Hat der Zustand der Welt bereits so sehr auf unser Bewußtsein Einfluß genommen, daß es uns angemessen erscheint, ihn auch auf unsere Sprechweise zu übertragen? Und übertragen wir dadurch nicht die ursprünglichen Inhalte dieser Worte wiederum auf verhängnisvolle Weise in unsere Umwelt und prägen sie somit erneut in eine falsche Richtung?

Das Menschenwort

Text: „Die Worte, die Ihr formt, die Sätze, bilden Euer äußeres Geschick auf dieser Erde. Sie sind wie Saat in einen Garten, den Ihr um Euch baut; denn jedes Menschenwort gehört zu dem Lebendigsten, was Ihr in dieser Schöpfung für Euch wirken könnt. […] es liegt auslösende Veranlagung in jedem Wort, weil alle Worte in den Schöpfungsurgesetzen fest verankert sind!

Ein jedes Wort, das der Mensch bildete, erstand unter dem Drucke höherer Gesetze, muß je nach seiner Anwendung sich formend auswirken in einer ganz bestimmten Art!

Die Anwendung liegt in der Hand des Menschen nach seinem freien Wollen, die Auswirkung jedoch vermag er nicht zu meistern, sie wird dem Heiligen Gesetz entsprechend streng gerecht geführt von einer ihm bisher noch unbekannten Macht.“

Abd-ru-shin
(aus dem Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“)

Es sind genau diese beiden Wörter – „unheimlich“ und „wahnsinnig“ -, die mit Abstand am häufigsten im deutschen Sprachgebrauch falsch benutzt werden, angewendet zur Bekräftigung einer Aussage oder zur Umschreibung eines außergewöhnlichen Zustandes!

Die deutsche Sprache ist jedoch reich an guten Alternativen zu diesem „unheimlichen Wahnsinn“! Es gibt eine Vielzahl von Wörtern, die alle – immer im jeweiligen Zusammenhang – gezielt sinnvoll angewendet werden können! Man denke an Worte wie: außergewöhnlich – außerordentlich – äußerst – bedeutend – bemerkenswert – besonders – beträchtlich – bezaubernd – erstaunlich – gewaltig – gigantisch – grandios – grenzenlos – großartig – haushoch – hervorragend – hochgradig – höchst – kolossal – mächtig – märchenhaft – maßlos – phantastisch – reichlich – riesig – riesengroß – sagenhaft – sehr, sehr – überaus – übermäßig – umwerfend – unaussprechlich – unbeschreiblich – unendlich – ungewöhnlich – unglaublich – unsagbar – unübersehbar – wunderbar – wunderschön – zutiefst …

„Boa ey! Dat iss ja ne janze Menge!“ Und man könnte noch viele weitere finden!

Bitte, ich möchte hier keine Moralpredigt für den richtigen Gebrauch der deutschen Sprache halten! Auch ich habe manchmal damit zu ringen, daß mir nicht die unsinnigsten Dinge gedankenlos über die Lippen kommen. Aber ich möchte eine kleine Anregung geben. Wir sollten uns immer wieder bewußt machen, wie viele Wörter wir doch in unserer wunderbaren deutschen Sprache besitzen, die alle nur darauf warten, bewußt eingesetzt zu werden! Benutzen wir sie, und unterstützen wir damit alles Aufbauende! Wir leben in einer wunderbaren Schöpfung – und nicht in einem unheimlichen Tollhaus.



Der »Untergang der Erde« aus der Sicht unseres Grafikers Roger Gut
Die menschliche Sprache hat in ihrer Anwendung eine bildende Funktion; sie beinhaltet formende Kräfte, die die gesamte Umwelt mitzugestalten fähig sind. Durch das Sprechen verankern wir unser Wollen in die stoffliche Welt. Dies ist ein Prozeß, der nicht sichtbar vor unseren Augen stattfindet, der sich aber trotzdem andauernd abspielt. Dabei wirkt jedes Wort immer in seiner jeweiligen Art, das heißt, es bleibt einem ganz bestimmten Sinn zugeordnet, der niemals verschoben werden kann. Wenn dies nicht beachtet wird – ob aus Unwissenheit oder aus Gleichgültigkeit -, dann entstehen dabei unfreiwillig falsche Sprachbilder. Manchmal sind recht lustige Sachen dabei, zum Beispiel war erst kürzlich laut einer Meldung „eine Elefantenhochzeit geplatzt“; und auch der Satz „Du nimmst ja Sachen in den Mund, die andere nicht mal in die Hand nehmen …“ könnte neu überdacht werden. Aber oft steht das Gesagte in so häßlichem Widerspruch zum Sinn der Sprache, daß ich mich frage: Woher kommt es, daß wir so reden und schreiben? -

Vor kurzem hatte ich ein unheimlich schönes Erlebnis. Ich war in einer Stadt angekommen und erfuhr, daß am selben Abend ganz in der Nähe des Hotels ein tolles Konzert stattfinden sollte, mit einem irrsinnig interessanten Programm und einem wahnsinnig guten Dirigenten. Ich hatte aber noch keine Karte und bat deshalb die Dame an der Rezeption, mir die Telefonnummer der Konzertkasse zu besorgen. Die Dame war unheimlich nett und kümmerte sich sofort darum. Ein wenig später läutete mein Telefon, und ich erfuhr, daß ich irrsinniges Glück hätte, denn an der Abendkasse gäbe es noch Karten. Inzwischen hatte ich auch die Programmankündigung gelesen und freute mich nun wahnsinnig auf den Abend.

Pünktlich machte ich mich auf den Weg und lief die kurze Strecke zu Fuß. Während ich dann an der Kasse wartete, wurde meine Aufmerksamkeit plötzlich auf einen Mann gelenkt, der mir freudig etwas zurief. Da erkannte ich ihn wieder.

„Ja Wahnsinn, was machst Du denn hier?“ Das war wirklich ein irrer Zufall, und wir freuten uns unheimlich, denn wir hatten uns schon wahnsinnig lange nicht mehr gesehen. Es war unheimlich interessant zu hören, was mein Bekannter in dieser Zeit alles erlebt hatte, und es gab wahnsinnig viel zu erzählen! Doch plötzlich merkte ich, daß ich mich dringend wieder um meine Eintrittskarte kümmern sollte, denn inzwischen hatten sich andere Personen bereits vor mich gestellt. Da traf mich der Ausruf der Vorderleute wie ein Schlag: „Was? Das waren die letzten? Alle Karten sind weg? Ausverkauft?“

Das Konzert war ausverkauft! Ich hatte durch unser Gespräch tatsächlich die letzte Möglichkeit vertan, an der Abendkasse noch eine Karte zu bekommen. Ich ärgerte mich über meinen Leichtsinn und wollte gerade gehen, da kam mein Bekannter und hielt mir eine Karte vor die Nase. „He, schau mal! Gerade hat mich meine Begleitung angerufen und abgesagt! Die Dame hat eine dringende Verpflichtung und kommt heute Abend nicht! Sie meinte, ich könne ihre Karte ruhig verschenken!“

Da stand ich nun und las auf dem Ticket: Parkett, Mitte links, 3. Reihe! Das war ja wirklich der Wahnsinn! Einer der besten Plätze! Eine solche Karte hätte ich bestimmt nicht mehr an der Abendkasse bekommen – und nun wurde sie mir einfach geschenkt!

Ist es nicht manchmal unheimlich schön, wie sich die Dinge ergeben? Das Konzert war übrigens wahnsinnig toll. -
Dem Leser wird der „unheimliche Wahnsinn“ in dieser Geschichte bestimmt aufgefallen sein. Sicherlich kennt er diese Beispiele, denn tagtäglich und überall hören und lesen wir bestimmte Wörter, die in ihrer Bedeutung eigentlich gar nicht zum Sinn des Gesagten passen, weil sie in eine völlig verkehrte Richtung weisen. Und wie oft benutzen wir diese Wörter selber: wahnsinnig, irre, unheimlich, toll – und noch ein weiteres, das unter die Gürtellinie zeigt!

Warum sind eigentlich so viele Dinge „wahnsinnig gut“, warum so viele Sachen „unheimlich schön“? Hört man nicht immer wieder, jemand habe sich „wahnsinnig wohl gefühlt“ oder zwei Menschen seien sich „unheimlich sympathisch“ und hätten sich „irre gut verstanden“? Es ist nicht ungewöhnlich, in den öffentlichen Nachrichten zu hören, daß sich zum Beispiel ein Minister „wahnsinnig über einen Staatsbesuch gefreut habe“ oder „ein Gesetzesbeschluß unheimlich schnell zur Anwendung kam“. „Zum Glück hatten wir dann noch irre gutes Wetter, und sowieso war einfach alles toll“ – das alles hört und liest man immer wieder, und noch mehr …

Untersuchen wir einmal die beiden Ausdrücke „wahnsinnig“ und „unheimlich“ genauer! Jeder weiß, daß das Wort wahnsinnig „verrückt“, „irre“ bedeutet. Es bezeichnet etwas, das sinnlos, hysterisch oder psychisch gestört ist. „Wahn“ ist eine falsche, eingebildete Hoffnung, und etymologisch betrachtet [Etymologie = Wissenschaft von der Herkunft, Geschichte und Grundbedeutung der Wörter] stand das Wort „wan“ im Althochdeutschen ursprünglich für „leer“ und „mangelhaft“.

Das Wort unheimlich bezeichnet etwas, das befremdlich und beängstigend ist. Es steht in Zusammenhang mit Irritation, Angst und Grauen, im Gegensatz zum „vertrauten Heim“, oder zur „Heimat“.

Interessant ist nun, daß man in diversen Lexika den harmlos klingenden Hinweis mitgeliefert bekommt, daß beide Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch neben ihrer ursprünglichen Bedeutung auch „im übertragenen Sinne“ gebraucht werden.

Aber was übertragen wir mit dieser Wortverwendung wirklich? Stellt sich die Welt, die wir geprägt haben – ich meine das, was man allgemein als „Realität“ bezeichnet – nicht vielfach wirklich genauso dar, wie es diese Worte ausdrücken? Ist unsere Welt nicht tatsächlich voll von „unheimlichem Wahnsinn“? Hat der Zustand der Welt bereits so sehr auf unser Bewußtsein Einfluß genommen, daß es uns angemessen erscheint, ihn auch auf unsere Sprechweise zu übertragen? Und übertragen wir dadurch nicht die ursprünglichen Inhalte dieser Worte wiederum auf verhängnisvolle Weise in unsere Umwelt und prägen sie somit erneut in eine falsche Richtung?

Das Menschenwort

Text: „Die Worte, die Ihr formt, die Sätze, bilden Euer äußeres Geschick auf dieser Erde. Sie sind wie Saat in einen Garten, den Ihr um Euch baut; denn jedes Menschenwort gehört zu dem Lebendigsten, was Ihr in dieser Schöpfung für Euch wirken könnt. […] es liegt auslösende Veranlagung in jedem Wort, weil alle Worte in den Schöpfungsurgesetzen fest verankert sind!

Ein jedes Wort, das der Mensch bildete, erstand unter dem Drucke höherer Gesetze, muß je nach seiner Anwendung sich formend auswirken in einer ganz bestimmten Art!

Die Anwendung liegt in der Hand des Menschen nach seinem freien Wollen, die Auswirkung jedoch vermag er nicht zu meistern, sie wird dem Heiligen Gesetz entsprechend streng gerecht geführt von einer ihm bisher noch unbekannten Macht.“

Abd-ru-shin
(aus dem Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“)

Es sind genau diese beiden Wörter – „unheimlich“ und „wahnsinnig“ -, die mit Abstand am häufigsten im deutschen Sprachgebrauch falsch benutzt werden, angewendet zur Bekräftigung einer Aussage oder zur Umschreibung eines außergewöhnlichen Zustandes!

Die deutsche Sprache ist jedoch reich an guten Alternativen zu diesem „unheimlichen Wahnsinn“! Es gibt eine Vielzahl von Wörtern, die alle – immer im jeweiligen Zusammenhang – gezielt sinnvoll angewendet werden können! Man denke an Worte wie: außergewöhnlich – außerordentlich – äußerst – bedeutend – bemerkenswert – besonders – beträchtlich – bezaubernd – erstaunlich – gewaltig – gigantisch – grandios – grenzenlos – großartig – haushoch – hervorragend – hochgradig – höchst – kolossal – mächtig – märchenhaft – maßlos – phantastisch – reichlich – riesig – riesengroß – sagenhaft – sehr, sehr – überaus – übermäßig – umwerfend – unaussprechlich – unbeschreiblich – unendlich – ungewöhnlich – unglaublich – unsagbar – unübersehbar – wunderbar – wunderschön – zutiefst …

„Boa ey! Dat iss ja ne janze Menge!“ Und man könnte noch viele weitere finden!

Bitte, ich möchte hier keine Moralpredigt für den richtigen Gebrauch der deutschen Sprache halten! Auch ich habe manchmal damit zu ringen, daß mir nicht die unsinnigsten Dinge gedankenlos über die Lippen kommen. Aber ich möchte eine kleine Anregung geben. Wir sollten uns immer wieder bewußt machen, wie viele Wörter wir doch in unserer wunderbaren deutschen Sprache besitzen, die alle nur darauf warten, bewußt eingesetzt zu werden! Benutzen wir sie, und unterstützen wir damit alles Aufbauende! Wir leben in einer wunderbaren Schöpfung – und nicht in einem unheimlichen Tollhaus.



Autor: Manfred Grietens
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