WOCHE 4 | 2012
Haben alle Menschen schöne Nahtoderfahrungen?
In einem Ihrer Beiträge über Nahtoderlebnisse zitieren Sie Sterbeforscher, die erkannten, „daß diese Erlebnisse einheitlich bei allen Menschen vorkommen”. Das wäre schön, aber wie ist es mit Menschen, die nicht guten Willens sind? Weshalb haben auch solche offenbar ausschließlich schöne Nahtoderfahrungen? Oder haben diese Menschen überhaupt kein Nahtoderlebnis oder eines, über das sie lieber nicht berichten, so daß die Berichte, die uns vorliegen, doch nicht repräsentativ sind?
Was die Sterbeforscher erkannten, ist, daß bestimmte Erlebnisse einheitlich bei allen Menschen vorkommen, die von Nahtoderlebnissen (NTE) berichten können. Dazu gehört zum Beispiel die Ausleibigkeit (das Betrachten des eigenen Körpers von oben), die Tunnelerfahrung (man erlebt sich, begleitet von einem durchdringenden Geräusch, durch einen Tunnel gezogen), die Lebensrückschau (ein zeitlich beinahe gleichzeitiges Wiedererleben aller wichtigen Momente des zurückliegenden Erdenlebens) oder das Treffen verstorbener Verwandter und Bekannter. Nicht alle Menschen berichten von allen diesen Erlebnissen, manche erinnern sich nur an ein ganz bestimmtes, und viele Menschen, die klinisch tot waren und wieder reanimiert wurden, können sich an gar keine Nahtoderlebnisse erinnern; wir wissen also nicht, was sie erlebt haben.
Auch ist durchaus bekannt, dass ein (kleiner) Teil der Nahtoderfahrungen nicht als schön, sondern als äußerst unangenehm erlebt wird, gelegentlich wird sogar von sogenannten „Höllenerfahrungen“ berichtet. Auch wird manchem Menschen in der Todesnähe bewußt, wie viel er in seinem Leben versäumte und welche Schuld er auf sich geladen hat – etwa indem er seine Zeit durch geistige Trägheit vergeudete.
Im Gesamtbild, das die Sterbeforschung von den Erlebnissen in Todesnähe zeichnet, überwiegen die schönen Erfahrungen jedoch bei weitem. Die Betroffenen verlieren die Angst vor dem Tod und verändern in den meisten Fällen nachhaltig ihr Leben.
In der Frage aber, wie repräsentativ alle diese Berichte im Hinblick auf die Qualität unseres Fortlebens nach dem Tod ist, sollte uns klar sein, dass alle geschilderten NTE nur den Übergang in die jenseitige Welt beschreiben, nicht aber das längerfristige Weiterleben in der jenseitigen Welt.
Ich bin davon überzeugt, dass es in der Schöpfung so eingerichtet ist, dass uns Menschen der Schritt über die Schwelle erleichtert wird, daß wir dabei vielfältige Hilfen haben und wir eine solche Erfahrung grundsätzlich als überwältigenden Ansporn erleben könne.
Wie es für den einzelnen Menschen dann aber im Jenseits wirklich weitergeht, in welche Erlebnisqualität er in der Folge auf Grund seiner inneren Eigenart eintauchen muß, das geht aus den NTE-Schilderungen nicht hervor. Hätten wir hier einen Überblick, so würde, fürchte ich, vieles nicht mehr so „rosig“ und lichtvoll erscheinen.
Weitere Fragenbeantwortungen finden Sie auch in dem Buch "100 Antworten auf große Lebensfragen"
Was die Sterbeforscher erkannten, ist, daß bestimmte Erlebnisse einheitlich bei allen Menschen vorkommen, die von Nahtoderlebnissen (NTE) berichten können. Dazu gehört zum Beispiel die Ausleibigkeit (das Betrachten des eigenen Körpers von oben), die Tunnelerfahrung (man erlebt sich, begleitet von einem durchdringenden Geräusch, durch einen Tunnel gezogen), die Lebensrückschau (ein zeitlich beinahe gleichzeitiges Wiedererleben aller wichtigen Momente des zurückliegenden Erdenlebens) oder das Treffen verstorbener Verwandter und Bekannter. Nicht alle Menschen berichten von allen diesen Erlebnissen, manche erinnern sich nur an ein ganz bestimmtes, und viele Menschen, die klinisch tot waren und wieder reanimiert wurden, können sich an gar keine Nahtoderlebnisse erinnern; wir wissen also nicht, was sie erlebt haben.
Auch ist durchaus bekannt, dass ein (kleiner) Teil der Nahtoderfahrungen nicht als schön, sondern als äußerst unangenehm erlebt wird, gelegentlich wird sogar von sogenannten „Höllenerfahrungen“ berichtet. Auch wird manchem Menschen in der Todesnähe bewußt, wie viel er in seinem Leben versäumte und welche Schuld er auf sich geladen hat – etwa indem er seine Zeit durch geistige Trägheit vergeudete.
Im Gesamtbild, das die Sterbeforschung von den Erlebnissen in Todesnähe zeichnet, überwiegen die schönen Erfahrungen jedoch bei weitem. Die Betroffenen verlieren die Angst vor dem Tod und verändern in den meisten Fällen nachhaltig ihr Leben.
In der Frage aber, wie repräsentativ alle diese Berichte im Hinblick auf die Qualität unseres Fortlebens nach dem Tod ist, sollte uns klar sein, dass alle geschilderten NTE nur den Übergang in die jenseitige Welt beschreiben, nicht aber das längerfristige Weiterleben in der jenseitigen Welt.
Ich bin davon überzeugt, dass es in der Schöpfung so eingerichtet ist, dass uns Menschen der Schritt über die Schwelle erleichtert wird, daß wir dabei vielfältige Hilfen haben und wir eine solche Erfahrung grundsätzlich als überwältigenden Ansporn erleben könne.
Wie es für den einzelnen Menschen dann aber im Jenseits wirklich weitergeht, in welche Erlebnisqualität er in der Folge auf Grund seiner inneren Eigenart eintauchen muß, das geht aus den NTE-Schilderungen nicht hervor. Hätten wir hier einen Überblick, so würde, fürchte ich, vieles nicht mehr so „rosig“ und lichtvoll erscheinen.
Weitere Fragenbeantwortungen finden Sie auch in dem Buch "100 Antworten auf große Lebensfragen"
Autor: Werner Huemer
